Walmart zieht nach Protest des Trump-Lagers Kleidung mit kritischem Slogan zurück

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat nach heftigen Protesten der Trump-Anhängerschaft T-Shirts und andere Kleidung mit einem kritischen Slogan zum US-Präsidenten aus seinem Angebot entfernt

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat nach heftigen Protesten von Anhängern von US-Präsident Donald Trump T-Shirts und andere Kleidung mit einem kritischen Slogan aus seinem Angebot entfernt. Die Artikel mit der Aufschrift "Impeach 45" ("Stürzt 45") in Anspielung auf den 45. US-Präsidenten würden nicht mehr verkauft und tauchten auch nicht mehr auf den Internetseiten des Unternehmens auf, erklärte ein Sprecher am Dienstag. Die Kleidung hatte für heftige Kritik und Boykottaufrufe gesorgt.

Walmart habe zwar das Recht, T-Shirts mit der Aufschrift "Impeach 45" zu verkaufen, Konsumenten hätten jedoch ebenso das Recht, das Unternehmen deswegen zu boykottieren, twitterte etwa der Vorsitzende der Organisation Students for Trump, Ryan Fournier. "Das ist das Schöne am Kapitalismus." Für seinen mit dem Hashtag #BoycottWalmart versehenen Beitrag erhielt er reichlich Zuspruch.

Walmart erklärte zur Verteidigung, es handle sich bei den T-Shirts und Babysachen nicht um Artikel, die direkt von dem Unternehmen verkauft würden, sondern von Drittanbietern. Die Ware sei aber entfernt worden und zudem würden die internen Leitlinien überprüft. Walmart bot gleichwohl weiterhin Artikel mit Trumps Slogan "Make America Great Again" an - darauf hatten im Zuge der Twitter-Diskussion schon zahlreiche Nutzer hingewiesen.

Trumps Kampagnenchef Brad Parscale zeigte sich zufrieden mit der Reaktion von Walmart. Es gebe keinen Grund, die Supermarktkette zu boykottieren, schrieb er auf Twitter. Walmart habe ihm versichert, dass die Artikel so schnell wie möglich verschwinden würden. "Sie haben es nicht mit Absicht gemacht."