Doppelmoral: Walmart verbannt Modemagazin aus Jugendschutzgründen

Walmart hat das “Cosmopolitan”-Magazin aus Jugendschutzgründen aus seinem Kassenbereich verbannt. Während eine Organisation gegen sexuelle Ausbeutung die Entscheidung als Erfolg feiert, setzt Komikerin Amy Schumer diese auf Instagram in einen anderen Kontext.

Eine Entscheidung von Walmart sorgt für Diskussionen. (Bild-Copyright: Alex Milan Tracy/ddp Images)

Wer demnächst eine Ausgabe der “Cosmopolitan” bei Walmart kaufen möchte, muss suchen: Das amerikanische Unternehmen hat entschieden, dass die Magazine ab sofort nicht mehr an der Kassenschlange ausliegen sollen, wie unter anderem “USA Today” berichtet. Ganz aus dem Sortiment werden die Zeitschriften allerdings nicht verbannt. Käufer können sie nach wie vor in den Läden finden, nur eben nicht an prominenter Stelle.

Zur offiziellen Begründung heißt es in einem Walmart-Statement, welches dem US-Portal vorliegt, dass es sich hierbei um eine “primär geschäftliche Entscheidung” handele. Die Organisation “National Center on Sexual Exploitation” ließ indes in einer Mitteilung auf Facebook wissen, dass sie den Wandel bei Walmart unterstützt habe. Man könne nun mit der Familie in dem Wissen einkaufen gehen, dass man nicht dem “oftmals entwürdigenden und beleidigenden Material” der “Cosmopolitan” ausgesetzt sei, heißt es in einem Video. Das Problem, das die Organisation mit dem Magazin hat: Ihrer Meinung nach werden Frauen darin rein als sexuelle Objekte dargestellt und es würde zu viel nackte Haut gezeigt.

Insgesamt wird die Entscheidung der Walmart-Kette, die für ihre konservative Unternehmensphilosophie bekannt ist, heftig diskutiert. Auch Amy Schumer hat sich in die Diskussion eingemischt. Auf Instagram setzte die Komikerin die Verbannung der “Cosmopolitan” in Bezug dazu, dass Walmart eine vermeintlich schlüpfrige und “gefährliche” Zeitschrift verbannt, Waffen aber nicht aus dem Sortiment nimmt. In ihrem Post heißt es:


 

“Der national führende Waffenverkäufer hat es als zu gefährlich erachtet, die ‘Cosmopolitan’ in der Nähe der Kasse zu verkaufen.”

Eine kritische Haltung, die von vielen Waffengegner geteilt wird.

Auch diese News sorgte in den sozialen Netzwerken für Reaktionen.