Wallraf-Richartz-Museum: Stadt will eigene Räume in Erweiterungsbau

Die Räume bieten sich unter anderem „aus Gründen der Repräsentation“ an.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker will in einem Neubau neben dem Rathaus ein städtisches Konferenzzentrum sowie Büros für die Ratsfraktionen errichten lassen. Die Räume sollen in dem künftigen Erweiterungsbau für das Wallraf-Richartz-Museum untergebracht werden, dessen Planung dafür allerdings noch geändert werden muss.

Anstatt den von dem Museum nicht benötigten Teil privatwirtschaftlich nutzen zu lassen, müsse die Stadtverwaltung die Räume belegen, heißt es in einem für die Ratspolitiker bestimmten Papier. Die Baukosten sind nicht aufgeführt. Wohl aber das: Allein die zu erwartenden Ausgaben für die Planung betragen rund 14 Millionen Euro.

Stadt meldete Eigenbedarf an

Ursprünglich war vorgesehen, dass ein Investor das von den Baseler Architekten Christ & Gantenbein entworfene Gebäude errichtet. Wegen rechtlicher Bedenken gegen das Vergabeverfahren muss die Stadt jedoch selber die Bauherrenschaft übernehmen – und meldet Eigenbedarf an.

„Die Vielzahl öffentlichkeitswirksamer Vorkommnisse der vergangenen Monate“ hätten deutlich gemacht, „dass der Stadtspitze künftig in repräsentativer wie technischer Hinsicht geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen müsse müssen, um Pressekonferenzen und vergleichbare Veranstaltungen abzuhalten“, teilt die Verwaltung mit. Der dafür genutzte Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museum und Räume im Museum Ludwig seien technisch nicht zureichend ausgestattet“ und somit keine dauerhafte Lösung.

Zudem benötigten eine Vielzahl von Fachdienststellen Konferenzräume, die „aus Gründen der Repräsentation und Organisation“ vorzugsweise in der Nähe des Rathauses gelegen sein sollten. Ebenso würden die den Fraktionen zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten würden „nach Größe, Zuschnitt und technischer Ausstattung nicht mehr ausreichen“.

Bau könnte 2023 vollendet sein

Die für das Vorhaben verantwortliche Gebäudewirtschaft werde sich „ größtmöglicher externer Unterstützung bedienen“. Sofern der Rat zustimmt, will die Verwaltung die Planung bis Ende 2019 soweit voran treiben, dass der Auftrag ausgeschrieben werden kann. Anfang 2023 könnte der Bau dann vollendet sein.

In den Fraktionen hat Reker bereits für die Konferenzzone geworben. Die Angelegenheit sei dringend, ist in der Beschlussvorlage zu lesen. Am 24. Mai habe das Oberlandesgericht Düsseldorf seine Einwände gegen das ursprünglichen Vergabeverfahren geäußert. Um „ohne weiteren Verzug Planung und Realisierung“ des Museumsteils und der übrigen Bebauung auf den Weg zu bringen, möge der Rat am 11. Juli entscheiden....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta