Dow Jones fällt weiter zurück


Die US-Börsen haben nach einer turbulenten Woche am Freitag keine gemeinsame Richtung gefunden. Die Furcht vor einem weltweiten Handelskrieg lastete auf der Wall Street. Präsident Donald Trump spielt nach Ansicht von Marktteilnehmern mit den geplanten US-Zöllen auf Stahl- und Aluimporte mit dem Feuer. „Die Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der die Stimmung der Investoren schon sehr angeschlagen ist“, so Analyst Craig Erlam vom Devisenexperten Oanda. „Für jemanden, der so besessen von den Aktienmärkten ist, pokert er mit diesen Zöllen sehr hoch - und das bei fragwürdigen Vorzügen.“
Nach dem Willen Trumps sollen Stahleinfuhren mit einem Zoll von 25 Prozent belegt werden. Für Aluminium sollen zehn Prozent fällig werden. Die EU kündigte Gegenmaßnahmen an, auch China will seine Wirtschaft schützen. „Das könnte der Beginn eines weltweiten Handelskrieges sein“, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.
Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten schloss 0,3 Prozent tiefer auf 24.538 Punkten. Der breiter gefasste S & P 500 legte 0,5 Prozent auf 2691 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 7257 Punkte. Die New Yorker Aktienmärkte hatten bereits am Donnerstag mit Kursabschlägen reagiert. Im Wochenvergleich gaben der Dow drei Prozent, der S & P zwei Prozent und der Nasdaq-Index um ein Prozent nach.


Anleger reagierten nervös und nahmen bei den am Donnerstag stark gestiegenen Stahl-Aktien Gewinne mit. Die Papiere von Stahlwerten, die am Donnerstag kräftig zugelegt hatten, zeigten sich uneinheitlich. US Steel gaben im Zuge von Gewinnmitnahmen 1,3 Prozent nach. AK Steel legten dagegen um weitere 0,7 Prozent zu. Die Aluminiumhütte Century setzte ihre Aufwärtstendenz mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent fort. Unter Verkaufsdruck gerieten erneut die Aktien von Autobauern. Diese würden unter einem Preisanstieg des für den Fahrzeugbau notwendigen Rohstoffs Stahl leiden.

Bei den US-Einzelwerten brachen die Aktien von Foot Locker um 12,6 Prozent ein. Händler verwiesen auf die enttäuschenden Quartalszahlen der Handelskette für Sportartikel.

Im Fokus standen auch Pläne für einen größeren Zusammenschluss in der Halbleiterbranche. Microchip Technology will den Konkurrenten Microsemi für rund 8,35 Milliarden Dollar übernehmen. Die Anleger sehen die Transaktion positiv. Microchip-Aktien verteuerten sich um 2,6 Prozent, Microsemi-Scheine um 4,67 Prozent.

McDonald's fielen um fast fünf Prozent, nachdem ein Broker sein Kursziel für die Fastfood-Kette senkte.

Enttäuschende Quartalsumsätze führten beim Einzelhändler J.C. Penny zu einem Kursrutsch von mehr als fünf Prozent.