Wall Street startet mit Gewinnen ins Jahr 2018


Die US-Börsen sind mit Gewinnen ins Jahr gestartet. Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten legte bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,2 Prozent auf 24.775 Punkte zu. Beim breiter aufgestellten S & P 500 betrug der Zuwachs 0,6 Prozent auf 2690 Stellen. Der Nasdaq-Index rückte um 1,2 Prozent auf 6987 Zähler vor. Grund für den Optimismus sind gestiegene Rohstoffpreise und ein schwächerer Dollar, der internationalen US-Konzernen und Exporteuren hilft.

Die Wall Street hatte das vergangene Jahr mit dem größten Zuwachs seit 2013 beendet. Dazu trugen die US-Konjunktur, steigende Unternehmensgewinne, vergleichsweise niedrige Zinsen und Hoffnungen auf die Steuerreform von Präsident Donald Trump bei. In dieser Woche stehen unter anderem die Arbeitsmarktdaten für Dezember an. Investoren erhoffen sich davon Indizien, wie oft die US-Zentralbank in diesem Jahr die Zinsen anheben könnte.


Bei den Einzelwerten waren besonders Aktien des Videostreamingdienstes Netflix gefragt, die um 4,7 Prozent zulegten. Das Brokerhaus Macquarie hatte die Anteilsscheine auf „outperform“ von zuvor „neutral“ hochgestuft, ebenso wie Walt Disney. Die Aktien des Unterhaltungskonzerns verteuerten sich daraufhin um 3,1 Prozent und zählten im Dow Jones zu den Favoriten.

Die in New York gehandelten Aktien des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer legten um 5,6 Prozent zu. Einem Zeitungsbericht zufolge geht es in den Gesprächen mit dem US-Konzern Boeing lediglich um eine verstärkte Zusammenarbeit und nicht um eine Übernahme Embraers. Aktionäre setzen offenbar darauf, dass die brasilianische Regierung diesem Modell zustimmen könnte. Eine Übernahme lehnt sie dagegen ab.

Auf den Einkauflisten der Börsianer standen auch die Einzelhändler J.C. Penney, Nordstrom und Kohl's . Die Anteilsscheine verteuerten sich zwischen 3,5 und 9,9 Prozent. Auslöser war ein Kommentar der Citigroup. Der Kurzbericht der US-Großbank schlüsselt positive Auswirkungen der Steuerreform auf den Einzelhandel auf.


An den europäischen Aktienbörsen fiel der Start ins neue Jahr holprig aus. Der Dax ging mit 12.871 Zählern 0,4 Prozent niedriger aus dem ersten Handelstag des Jahres. Der EuroStoxx50 verlor ebenfalls etwa ein halbes Prozent.

„Vielleicht ist der erste Handelstag im neuen Jahr ja die Blaupause für das Geschehen, das wir in diesem Jahr am deutschen Aktienmarkt erleben werden“, sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Eine höhere Schwankungsanfälligkeit der Märkte sei auch mit Blick auf die Geldpolitik möglich. Denn angesichts der Inflationsentwicklung und einer boomenden Wirtschaft könnten mehr Zentralbanken anfangen, den Märkten Liquidität zu entziehen.