Wall Street im Plus - Anleger setzen auf starke Bilanzsaison


Der Auftakt der Bilanzsaison in den USA und abnehmende Sorgen über eine Eskalation im Syrien-Konflikt rückten haben die Anleger am Donnerstag an der Wall Street zuversichtlich gestimmt. Die wichtigsten Indizes lagen im Plus. Auch in Europa verzeichneten die Börsen Gewinne.

Nach gegenseitigen Drohungen von Russland und den USA um einen Militärschlag in Syrien beruhigte sich die Situation wieder etwas. US-Präsident Donald Trump kündigte noch für Donnerstag Treffen zu Syrien an.

Verteidigungsminister Jim Mattis erklärte, eine Entscheidung über Angriffe sei noch nicht gefallen. Alle Optionen würden bei einer Zusammenkunft des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus erörtert. Das russische Präsidialamt betonte, es stehe in Kontakt mit Washington.


An den Börsen rückten Unternehmensnachrichten wieder in den Mittelpunkt des Interesses. „Es ist das erste volle Quartal nach der Steuerreform“, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensverwalters New Vines. „Das ist ein Faktor, der sich sehr positiv für Investoren auswirken könnte.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 24.483 Punkten. Der breiter gefasste S & P-500 gewann 0,8 Prozent auf 2663 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit plus einem Prozent bei 7140 Stellen aus dem Handel. Der Dax in Frankfurt und der EuroStoxx50 stiegen um jeweils etwa ein Prozent auf 12.415 beziehungsweise 3443 Punkte.

Anleger griffen insbesondere bei Aktien von Blackrock zu, nachdem der weltweit größte Vermögensverwalter seinen Gewinn im ersten Quartal um 27 Prozent auf knapp über eine Milliarde Dollar gesteigert hat. Die Titel stiegen um 1,4 Prozent.


Um knapp drei Prozent nach oben ging es für Delta Air Lines. Die US-Fluggesellschaft baute dank eines größeren Passagier-Aufkommens und höherer Ticketpreise ihren Umsatz im ersten Quartal aus. Der Gewinn ging dagegen leicht zurück. Die Aktien der Konkurrenten United Continental und American Airlines stiegen ebenfalls um rund zwei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 1586 Werte legten zu, 1322 gaben nach und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1.98 Milliarden Aktien 1882 im Plus, 1024 im Minus und 226 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 99-9/32. Sie rentierten mit 2.835 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 23/32 auf 99-6/32 nach und hatten eine Rendite von 3.042 Prozent.