Waldjugendspiele: Kölner Schüler erkunden mit allen Sinnen die Natur

Die Schüler nahmen an einem Parcours rund um Gut Leidenhausen teil.

Durch den Innenhof des Gut Leidenhausen schallten Geräusche, die wie das Quaken, Tschilpen und Maunzen von Tieren klangen. Eine von zehn Schulklassen versuchte zu erraten, welches Tier gerade zu hören war. Die Schüler nahmen an den Waldjugendspielen teil, die alljährlich von der Kölner Jägerschaft organisiert werden, mit Unterstützung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der städtischen Forstverwaltung.

Die Schüler standen vor dem Anhänger der rollenden Waldschule, der mit Tierpräparaten ausgestattet ist und stimmten darüber ab, welche Tierstimme zu vernehmen war. Ein Wildschwein war es, das aber nicht wie ein solches klang, meinte Elias: „Es hörte sich eher an wie ein Löwe“, war sich der Schüler sicher.

Kinder erkennen Tiere am Fell

„Für die Waldjugendspiele benötigen wir 30 ehrenamtliche Mitarbeiter“, erklärte Michael Hundt, Vorsitzender der Kölner Jägerschaft, den personellen Aufwand für die Veranstaltung. Die Klassen durchliefen währenddessen mehrere Stationen rund um das Gut Leidenhausen, an denen sie unterschiedliche Aufgaben lösten: Baumarten bestimmen, Tiere an ihrem Fell erkennen, die Besonderheiten der Greifvögel benennen oder Gegenstände an einem Tastbrett erfühlen.

Die Dritt- und Viertklässler der Katholischen Grundschule Mainzer Straße hatten über mehrere Wochen im Sachkundeunterricht das Thema Wald behandelt. „Die Referate über Eulenarten haben wir uns selbst erarbeitet und dafür alleine im Internet gesucht“, erzählte Valentin. Seine Lehrerin, Merle Mannhardt, war begeistert von der Eigeninitiative der Kinder: „Wieviel Wissen sie sich selbst angeeignet haben für das Projekt, das ist toll“.

Klima- und Naturschutz sind wichtiger Programmpunkt

„Die Kinder sollen mit allen Sinnen die Natur erfahren“, sagte Hundt. Eingeladen wurden Kölner Schulen aus dem gesamten Stadtgebiet, die zuvor bereits in der Waldschule zu Besuch waren. Christina Kirsch, Lehrerin in der Waldschule, erklärte, warum die Waldjugendspiele weit mehr sind als ein Ausflug in die Natur: „Es ist erschreckend, wenn wir die Stadtkinder fragen, wer sich im Wald auskennt und einige antworten, dass sie noch nie zuvor im Wald waren“.

Nicht nur Wissen über die Natur würde vermittelt, auch Klima- und Naturschutz stünden auf dem Programm. Etwa 220 Schüler nahmen an den Waldjugendspielen teil, die Schüler der besten drei Klassen werden als Gewinn jeder ein Naturkundebuch erhalten. Die beste Klasse erhält zusätzlich als Trophäe ein geschnitztes Wildschwein, eine ganz besondere Form des Siegerpokals....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta