Waldbrandgefahr in Griechenland sinkt

In Griechenland hat sich die Lage in den Waldbrandgebieten nahe Athen etwas entspannt. Die Feuerwehr teilte mit, es gebe keine Feuerfronten mehr, die bewohnte Gebiete bedrohten. Die Waldbrandgefahr wurde nur noch als mittel und niedrig eingestuft.

Rund 80 Todesopfer wurden bisher gezählt. Mehrere Dutzend Personen sind noch im Krankenhaus, einige in kritischem Zustand. Viele Menschen werden noch vermisst.

Griechenland bekommt inzwischen auch internationale Unterstützung. Löschflugzeuge aus Italien und Rumänien, Feuerwehrleute aus Zypern. Außerdem hilft der Regen, der Mittwochabend einen tagelangen Brand auf einem Berg rund 70 Kilometer vor Athen beendete. Die dort evakuierten Anwohner konnten bereits zurückkehren.

Auch am Meer sind Retter zugange. Sie suchen nach Personen, die vor den Flammen in die See geflüchtet sind.

Schätzungen zufolge wurden mehr als 1000 Häuser vollständig zerstört. Menschen spenden Nahrung und Kleidung für die, die alles in den Flammen verloren haben. Auch die Regierung hat Hilfsprogramme beschlossen, unter anderem eine einmalige Unterstützung von bis zu 6000 Euro, ältere Personen sollen zwei Sonderrenten bekommen.

Am Mittwoch leitete die griechische Justiz erste Ermittlungen in die Wege. Es werde nach den Ursachen der Katastrophe gesucht, teilte die Staatsanwaltschaft von Athen mit. Politik und Verwaltung in Griechenland stehen in der Kritik, nicht auf mögliche Waldbrände vorbereitet gewesen zu sein. Schon vor einem Jahrzehnt hatte es verheerende Feuer gegeben.