Während Rettungseinsatz: Skifahrer schlägt Bergwachtler ins Gesicht

Nicht alle Skifahrer verhalten sich rücksichtsvoll, wie ein Fall in Bayern zeigt. (Symbolfoto: AP Photo/Diether Endlicher)

Ein älterer Skifahrer rastete während eines Einsatzes der Bergwacht aus und attackierte den Retter mit seinem Skistock.

Immer öfter liest man von äußerst asozialem Verhalten gegenüber Rettungskräften – der Vorfall im bayrischen Lenggries ist ein Paradebeispiel dafür. Wie „Merkur.de“ berichtete, schlug ein Skifahrer einem Bergwachtler mit seinem Skistock mehrfach ins Gesicht.

Der Vorfall passierte bereits am Faschingsdienstag. Eine Frau blieb auf einem steilen Stück der dortigen Skipiste verletzt liegen, die Skirettung am Brauneck musste einschreiten. „Es war eine Stelle, die von oben sehr unübersichtlich war, und es war extrem rutschig“, zitiert die Nachrichtenseite Rolf Frasch von der Skirettung. Um andere Skifahrer darauf aufmerksam zu machen, wurde die Piste sichtbar abgesperrt – mit einem Banner und einem Band.

Da die Piste stark befahren wurde, versammelte sich schon bald eine große Menschenmenge beim abgesperrten Bereich. Die Mitarbeiter der Bergwacht gaben erfahrenen Skifahrern die Möglichkeit, rechts am Geschehen vorbeizufahren. Ein älterer Skifahrer wollte nicht einsehen, dass er die Pistenstelle nicht passieren konnte. Er schlüpfte unter der Absperrung durch und rutschte in die Einsatzstelle, so Frasch.

Als ihn die Bergwachtler auf sein unangebrachtes Verhalten aufmerksam machen wollten, rastete der Mann aus und schlug einem der Rettungskräfte mit seinem Skistock mehrfach ins Gesicht. „Mein Kollege erlitt dadurch eine stark blutende Platzwunde“, so Frasch.

Die Retter hätten den Mann nach seinem Namen gefragt und wollten die Personalien aufnehmen. Dieser habe „nur irgendwas vor sich hingemurmelt, sich umgedreht und ist weggefahren“. Dem Kollegen gehe es den Umständen entsprechend gut, allerdings seien alle immer noch schockiert von diesem Vorfall. „Das war schon starker Tobak“, sagt Frasch. „Mit so etwas rechnet man ja nicht.“