Nach Wahnsinns-Rallye beim Bitcoin: Kippt die Stimmung jetzt?

Nikolas Kessler
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Nach Wahnsinns-Rallye beim Bitcoin: Kippt die Stimmung jetzt?

14.000, 15.000, 16.000, 17.000, 18.000 Dollar – im Eiltempo hat der Bitcoin in den vergangenen beiden Tagen immer neue Rekordstände erreicht. Allerdings steigt damit auch die Nervosität und die Kurskapriolen werden stärker. Das macht auch den Börsenbetreibern zu schaffen.

Nach Daten der Plattform coinmarketcap.com hat der Bitcoin-Kurs am Donnerstag mehr als 3.000 Dollar an Wert gewonnen und am frühen Freitagmorgen kurzzeitig sogar die 18.000-Dollar-Marke übersprungen. Bei 18.353,40 Dollar erreichte er seinen bisherigen Höchststand. Seit Wochenbeginn entspricht dies im Hoch einem Plus von mehr als 65 Prozent. Erst in der Vorwoche hatte die Kryptowährung erstmals die Marke von 10.000 Dollar überwunden.

Mit so rasant gestiegenen Kursen wächst allerdings auch die Nervosität der Investoren, denn nach Erreichen des neuen Rekordstandes ging es zunächst um 15 Prozent auf 15.423,90 Dollar bergab. Zumindest die 17.000er-Marke ist inzwischen aber zurückerobert. Auch in der Vergangenheit konnten heftige Rücksetzer von 25 Prozent und mehr die Stimmung nicht nachhaltig trüben und wurden dankbar zum Einstieg genutzt.

Den Kryptobörsen bereitet der massive Kundenansturm inzwischen jedoch Probleme. Die US-Plattform Coinbase, die als eine der größten Kryptobörsen rund ein Drittel des gesamten Bitcoin-Handels abwickelt, war zeitweise offline. Auch beim Flash-Crash in am vergangenen Freitag konnte dort nicht gehandelt werden. Zudem berichten die Marktbetreiber von immer häufigeren Hackerangriffen.

Hochspekulativ!

Die heftigen Kursbewegungen der letzten 24 Stunden dürften selbst hartgesottenen Zockern Schweißperlen auf die Stirn treiben und zeigen, dass die Spekulation mit Bitcoins nichts für schwache Nerven ist. Auch wenn der Reiz groß ist, sollte hier nur mit begrenzten Mitteln gehandelt werden.