Wahlsoftwarefirma verklagt Trump-Verbündeten wegen Verleumdung

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Wahlmaschinenhersteller Dominion verklagt einen weiteren Verbündeten des früheren US-Präsidenten Donald Trump wegen unbelegter Vorwürfe des Wahlbetrugs auf mehr als 1,3 Milliarden Dollar Schadenersatz. Die Firma reichte am Montag bei einem Gericht in der US-Hauptstadt Washington eine Klage gegen den Geschäftsmann Mike Lindell ein und warf diesem Verleumdung vor.

Der Gründer der Firma My Pillow wird in der Klageschrift beschuldigt, er habe wiederholt ohne jeden Beleg die Behauptung verbreitet, Dominion habe Trump durch Manipulation den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2020 gestohlen. Lindell habe sich dadurch selbst bereichert und die Verkäufe der Firma My Pillow unter Trump-Anhängern angekurbelt.

Das Wahlsoftwareunternehmen beklagte, der Imageschaden, der durch diese Lügen für Dominion entstanden sei, könne mit Geld nicht beseitigt werden. Lindell müsse für sein Handeln aber zur Rechenschaft gezogen werden.

Dominion hatte zuvor bereits ähnliche Klage gegen die Anwälte Rudy Giuliani und Sidney Powell eingereicht. Beide gehörten zu dem Juristen-Team, das mit hoch umstrittenen Methoden Trumps Wahlniederlage rückgängig machen wollte.

Giuliani und Powell hatten Dominion öffentlich beschuldigt, mit ihrer Software die US-Präsidentschaftswahl am 3. November zugunsten von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden manipuliert zu haben. Beweise dafür hatten sie nie vorgelegt, stattdessen verstrickten sie sich in Verschwörungstheorien. Vor Gericht hatten sie keinerlei Erfolg.