Wahlsieger Kurz mit Regierungsbildung in Österreich beauftragt

Nach dem Sieg der konservativen ÖVP bei der Parlamentswahl in Österreich ist Parteichef Kurz mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Allgemein wird mit einem Regierungsbündnis der ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ gerechnet

Nach dem Sieg der konservativen ÖVP bei der Parlamentswahl in Österreich ist Parteichef Sebastian Kurz mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Bundespräsident Alexander Van der Bellen trug dem 31-jährigen Außenminister am Freitag in der Wiener Hochburg formell die Bildung einer neuen Regierung an.

"Diesen Auftrag nehme ich natürlich gerne an", sagte Kurz, der bald der jüngste Regierungschefs Europas werden dürfte. Er kündigte an, "eine neue politische Kultur und einen neuen politischen Stil" etablieren zu wollen. Van der Bellen betonte, er werde bei der Regierungsbildung "besonders darauf achten, dass die Gesamtinteressen Österreichs und seiner Bevölkerung im Mittelpunkt stehen".

Kurz will zunächst Sondierungsgespräche mit den Vorsitzenden aller im Parlament vertretenen Parteien führen. Kommende Woche könnten dann weiterführende Koalitionsgespräche beginnen. Allgemein wird mit einem Regierungsbündnis der ÖVP mit der rechtspopulistischen FPÖ gerechnet.

Bei der Parlamentswahl am vergangenen Sonntag hatten die Konservativen unter Kurz klar gewonnen. Laut dem in der Nacht auf Freitag veröffentlichten Endergebnis kam die ÖVP auf knapp 31,5 Prozent. Auf Platz zwei landete mit knapp 26,9 Prozent die sozialdemokratische SPÖ des scheidenden Kanzlers Christian Kern. Die FPÖ landete mit knapp 26 Prozent auf dem dritten Platz.