Wahlserie: Sprache und Arbeit: So können Flüchtlinge integriert werden

Flüchtlinge im Flüchtlingsheim auf dem Tempelhofer Feld

Hend AlRawi und Javad Azizi flüchteten im Herbst 2015 nach Deutschland. Inzwischen sind sie in Berlin angekommen – wirklich angekommen, sind Teil der Stadtgemeinschaft, sprechen Deutsch, haben einen Arbeitsplatz und leben in einer Wohnung, nicht mehr im Heim. Die 38 Jahre alte Syrerin und der 19-jährige Afghane können als Musterbeispiele gelungener Integration angesehen werden. Sie betrachten Berlin als ihre neue Heimat. Hier möchten sie auch in Zukunft leben und ihre Wünsche verwirklichen. Wenn die Behörden sie lassen.

Bild Nr. 1:
Der 19-Jährige Javad Azizi stammt aus Afghanistan, Hend AlRawi flüchtete 2015 aus Damaskus Reto Klar

Hend AlRawi studierte in Damaskus englische Literatur und arbeitete danach als Lehrerin. 2015 erreichte sie zusammen mit ihrer Mutter nach sechstägiger Flucht Deutschland, kam über Emmendingen nach Berlin. Acht Monate lebten die beiden in der Notunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf am Fehrbelliner Platz. Dann konnten sie in eine Wohnung im Südosten Berlins ziehen. Die Syrerin fand beim Telekommunikationsunternehmen Cisco einen sechsmonatigen bezahlten Praktikumsplatz. Außerdem arbeitete sie ehrenamtlich als Dolmetscherin in einer Unterkunft für Geflüchtete und gibt Englischunterricht.

Anfang 2017 stieß sie dann auf das Projekt "Dialog-Bereiter" des Vereins Sozialhelden. Nun untersucht sie in einem kleinen Team aus Geflüchteten, ehemaligen Behördenmitarbeitern und Freiwilligen die Lebenssituation von Flüchtlingen. Ziel ist, aus den Gesprächen und den gesammelten Erfahrungen Hilfsangebote zu konzipieren. Hend AlRawi hat einen sozialversicherungspflichtigen...

Lesen Sie hier weiter!