Wahlmanipulation in den USA? Facebook legt russische Werbemaßnahmen offen

Wahlmanipulation in den USA? Facebook legt russische Werbemaßnahmen offen

Facebook arbeitet im Rahmen der Ermittlungen um mögliche Wahlmanipulationen aus Russland mit dem US-Kongress zusammen. Wie Firmenchef Mark Zuckerberg in einem Beitrag auf Facebook erklärte, legt der Internetkonzern dem Kongress Werbemaßnahmen offen, die mutmaßlich von Russland aus gesteuert wurden, um so Einfluss auf den US-Wahlkampf zu nehmen.

"Der demokratische Prozess und dessen Integrität ist mir sehr wichtig. Facebooks Mission ist es, den Menschen eine Stimme zu geben und Leute näher zusammen zu bringen. Das sind zutiefst demokratische Werte und wir sind stolz darauf ", erklärte Mark Zuckerberg in seinem Statement. Er wolle nicht, dass jemand die Tools des sozialen Netzwerkes nutze, um die Demokratie zu untergraben. "Das ist es nicht, wofür wir stehen."

Zudem kündigte Mark Zuckerberg Maßnahmen an, mit denen verhindert werden soll, dass Facebook zur Manipulation von Wahlen missbraucht wird. So solle es mehr Transparenz bei politischen Anzeigen geben. In Zukunft solle zu erkennen sein, wer für solche Anzeigen bezahlt hat.

Bereits vor Kurzem hieß es in einem offiziellen Statement, dass Facebook rund 470 Profile identifiziert habe, die zwischen Juni 2015 und Mai 2017 rund 3000 Anzeigen geschaltet hätten, und mutmaßlich von Russland aus betrieben wurden. Die Offenlegung der Daten erfolgte allerdings erst auf massiven politischen und öffentlichen Druck. Facebook hatte sich bis dahin auf den Datenschutz berufen. Das Unternehmen wolle nun aber auch mögliche Vorgänge in Zusammenhang mit der Bundestagswahl am 24. September überprüfen.