Wahlkampf in Simbabwe: Anschlag auf das "Krokodil" Mnangagwa

In Simbabwe hat es bei einem Wahlkampfauftritt von Präsident Emmerson Mnangagwa eine Explosion gegeben, angeblich blieb er unverletzt.

Die Explosion habe sich kurz nach seiner Rede vor Anhängern ereignet, als er gerade die Bühne verließ, mehrere Menschen wurden angeblich verletzt. Im November 2017 hatte sich der 75-jährige, der in Simbabwe den Beinamen "das Krokodil" hat, an die Macht geputscht.

Das Attentat nahm EMMERSON MNANGAGWA gelassen:

"Das sind meine normalen Feinde, es hat schon so viele Versuche gegeben. Das ist ja nicht der erste Anschlag, alles ganz normal, ich bin schon daran gewöhnt."

37 Jahre regierte sein Vorgänger, der inzwischen 94jährige Robert Mugabe autoritär. Seine Herrschaft war von Hungersnöten, Korruption und schweren Menschenrechtsverletzungen geprägt, so dass Simbabwes aus dem Commonwealth ausgeschlossen wurde. Mnangagwa nannte Mugabe "Vater, Mentor, Kampfgefährten und Führer" – bis "das Krokodil" selbst das Amt übernahm, was es jetzt mit Wahlen legalisieren will.