Wahlkampf mit Lisa Paus: Warum sich die grüne Spitzenkandidatin über die FDP ärgert

Lisa Paus (Grüne) auf einem Forum mit Berufsschülern

Vor dem Videointerview muss sich Lisa Paus "noch kurz anmalen", wie sie sagt. Lippenstift meint sie damit. Der passt farblich zur altrosa Lederjacke und zum T-Shirt in Bordeauxrot. Ihre Lippen schminkt sie uneitel, ohne dafür extra auf Toilette zu gehen. Kann losgehen.

Lisa Paus ist die Spitzenkandidatin der Grünen für Berlin und wird an diesem Vormittag mit Berufsschülern über das Wahlprogramm ihrer Partei reden und Fragen dieser jungen Wähler beantworten. Die Diskussion findet statt im Haus der Kirche in Charlottenburg. Gar nicht weit von hier entfernt wohnt die Alleinerziehende mit ihrem achtjährigen Sohn. Die Politikerin trägt Brille. Und zwar auch deshalb, weil es ihr einen Art "Kompetenzzuschuss" verleiht, wie sie sagt. Lisa Paus setzt sie für einen Moment ab, schaut dann den Interviewer an, als Bewies dafür, dass sie ohne ein deutlich runderes und weicheres Gesicht hat. Sie macht sich also Gedanken über ihre Rolle als Frau im Wahlkampf? Naja, irgendwo schon. Eigentlich aber genieße man als Grüne ja einen gewissen Schutz, sagt sie. Immerhin bedeute der Angriff auf eine Grünen-Politikerin mehr, denn damit werde auch alles, wofür die Partei in ihren Grundsätzen steht, angegriffen. Quoten, Emanzipation und so weiter.

Lisa Paus (Grüne) diskutiert mit Berufsschülern

Paus aber – bewandert in Sachen Finanzen und Wirtschaft – sieht sich als Fachpolitikerin, daher möchte sie souverän wirken in ihrem Feld. Was allerdings nicht gleich bedeutet, dass sie sich deshalb nicht um ihr Äuße...

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