Wahl in vier kenianischen Bezirken wird erneut verschoben

Proteste in Kenia

Das Chaos bei der Wiederholung der Präsidentschaftswahl in Kenia nimmt kein Ende: Die in vier Bezirken wegen Sicherheitsproblemen bereits auf Samstag verschobene Wahl wurde dort erneut vertagt - auf unbestimmte Zeit. Wahlleiter Wafula Chebukati begründete dies am Freitag mit Gefahren für die Wahlhelfer: "Ihr Leben ist in Gefahr". Das Datum der Wahl werde "in den kommenden Tagen bekanntgegeben".

Die Wiederholung der Präsidentschaftswahl, bei der Amtsinhaber Uhuru Kenyatta eine Wiederwahl anstrebt, war am Donnerstag von Chaos und Gewalt überschattet worden. In den Oppositionshochburgen lieferten sich Regierungsgegner heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Seit Donnerstag wurden mindestens sieben Menschen getötet.

In den vier westkenianischen Bezirken Homa Bay, Kisumu, Migori und Siaya war die Wahl zunächst auf Samstag verschoben worden. Die meisten Wahlbüros waren dort am Donnerstag geschlossen geblieben, weil die Wahlhelfer um ihre Sicherheit fürchteten und Wahlunterlagen nicht geliefert werden konnten.

In der Region leben überwiegend Angehörige der Volksgruppe der Luo, zu der auch Oppositionsführer Raila Odinga gehört. Odinga hatte seine Kandidatur aus Protest gegen die umstrittene Wahlkommission zurückgezogen und zum Boykott der Wahl aufgerufen.