WAHL/Söder: Wir tragen alle gemeinsam Verantwortung für Unionsergebnis

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BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - CSU-Chef Markus Söder sieht die Ursache für das schlechte Abschneiden nicht alleine bei CDU-Chef Armin Laschet. "Wir tragen immer alle gemeinsam die Verantwortung", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF. Jetzt gehe es nicht darum, sich die Verantwortung hin und herzuschieben, "jetzt müssen wir aus dem Ergebnis auch eine Regierung bilden". In dem Zusammenhang warf Söder den Freien Wählern erneut vor, mit ihrem Bundestagswahlkampf die Bildung eines "echten bürgerlichen Bündnisses" erschwert zu haben, da CDU und CSU nun Stimmen fehlten. Das sei ein schwerer Fehler gewesen.

Söder betonte, er sehe im Ergebnis der Bundestagswahl ein "Misstrauensvotum" für ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis und für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. "Dieses Misstrauen gegen Rot-Rot-Grün ist indirekt auch ein Misstrauen gegen Olaf Scholz, denn er hat diese Idee favorisiert", sagte Söder.

Es brauche nun ein Bündnis mit einer Idee, wie man Deutschland erneuern könne. "Und ich glaube, dass wir diesen Anspruch gut mit Armin Laschet dokumentieren können, vielleicht mit der FDP und mit den Grünen zusammen", sagte der CSU-Vorsitzende. Denn da sei der größte Wunsch nach Veränderung, nach Reform und Erneuerung da. "Und wir bieten dann an, der richtige Partner dafür zu sein." Scholz wolle dagegen Deutschland nur verwalten.

Die Frage, ob das Unionsergebnis mit ihm als Kanzlerkandidat besser gewesen wäre, sagte Söder: "Das ist wirklich Schnee von gestern." Das bringe in der jetzigen Situation auch nichts. Er habe großen Respekt vor Armin Laschet. Diesem sei viel Unrecht getan werden - deshalb habe der CDU-Vorsitzende seinen Respekt und seine Unterstützung.

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