WAHL/Bouffier: Union kämpft jetzt - 'Es geht ums Ganze'

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BERLIN (dpa-AFX) - Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sieht trotz schlechter Umfragewerte noch alle Chancen, dass die Union stärkste Kraft bei der Bundestagswahl wird. Der CDU-Bundesvize sagte der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, worauf es in der Schlussphase des Wahlkampfes ankomme: "Erstens, dass wir klar sagen, wofür wir stehen, und zweitens, dass wir kämpfen." Es gebe noch eine ganze Menge Wählerinnen und Wähler, die nach seiner Wahrnehmung noch schwankten. Er nehme wahr aus der Partei und aus dem Umfeld: "Die Partei kämpft jetzt. Sie hat gemerkt, es geht ums Ganze."

Bouffier sagte nach dem zweiten großen TV-Triell der Kanzlerkandidaten von CDU, SPD und Grünen, die Union müsse klar machen, in Deutschland gebe es keine Mehrheit für eine Linksverschiebung mit "flächendeckenden Steuererhöhungen" und "Zwangsversicherungen". "Das ist der falsche Weg." Beim Klimaschutz gehe es zugleich um den Erhalt von Arbeitsplätzen und des Wohlstands. Man könne nur, wenn man beides zusammen denke und handle, erfolgreich sein.

Außerdem werde immer der Eindruck erweckt, die Menschen würden bei der Wahl den Kanzler wählen. "Das ist falsch. Niemand wählt den Kanzler. Wir wählen Parteien." Das müsse man deutlich machen. Bei SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz seien "im Gepäck" viele Linke. "Die wollen eine ganz andere Richtung einschlagen. Und wenn man das deutlich macht, bin ich sehr sicher: Dann werden viele sagen, das wollen wir nicht."

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