Nach der Wahl: In der Berliner CDU wächst der Unmut über Monika Grütters

Die Kulturstaatsministerin und Berliner CDU-Vorsitzende Monika Grütters

Berlin.  In der Berliner CDU gärt Unmut. Es geht vor allem um die Frage, welche Lehren aus dem schlechten Wahlergebnis gezogen werden müssen, wie sich die Partei in den kommenden Monaten aufstellen sollte und welche Rolle die Landesvorsitzende Monika Grütters dabei spielt. Bei einer teilweise sehr emotional geführten Debatte im Landesvorstand am Montag musste Grütters reichlich Kritik einstecken. "Ich hätte nicht da vorne sitzen mögen", räumte ein Spitzenvertreter der Union ein. Von einem "Weckruf" war die Rede. Andere verteidigten die Chefin indes.

Unterschiedliche Sichtweisen treten bereits in der Bewertung des Wahlergebnisses zutage. Während die Landesvorsitzende darauf verweist, dass die Berliner CDU in einer deutlich besseren Position sei als die anderen Parteien, sprechen Grütters-Kritiker von einem verheerenden Ergebnis. "Wir können uns nicht daran besoffen reden, dass andere noch größere Probleme haben", monierte ein Vertreter der Führungsspitze.

Die CDU müsse jetzt wichtige landespolitische Themen stärker in den Fokus nehmen und alternative Konzepte zur rot-rot-grünen Politik entwickeln, lautet das allgemeine Credo im Landesvorstand. Nur, wer ist dafür verantwortlich? Einige Mitglieder der Führungsebene sehen hier Defizite bei der Landesvorsitzenden. Sie agiere zu sehr als Kulturstaatsministerin und rücke nicht die Themen in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung, die für die Berliner wichtig seien, wie etwa Wohnungsbau und Mieten, Verkehr oder Bildung. Da fehle ihr...

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