Wahl 2017: Der Kampf um eine bezahlbare Wohnung in Berlin

Die Suche nach einer günstigen Wohnung wird in Berlin immer schwerer (l). Und Bestandsmieter wie Peter Behrendt kämpfen mit deutlichen Mietsteigerungen

Sie haben die Wahl – neue Serie, Teil 1: Wohnen in Berlin. In der Hauptstadt werden beinah 200.000 neue Unterkünfte gebraucht. Die Knappheit führt zu steigenden Mieten. Auch die energetische Gebäudesanierung wird häufig dazu missbraucht, die Kosten zu erhöhen. Was müssten die Parteien dagegen unternehmen?

Richtig mulmig wurde Peter Behrendt, als er auf der Internet-Plattform Immobilienscout24 auf dieses Inserat stieß: "1.072 € Kaltmiete, 2 Zi., 67 m² Fläche, Top sanierte 2-Zimmer-Wohnung mit EBK und Balkon! Düsseldorfer Str. 69, 10719 Berlin, Wilmersdorf." Auf dem Foto, das der Annonce beigefügt ist, ist das Haus abgebildet, in dem auch Behrendt Mieter ist. Bei der angebotenen Wohnung handelt es sich um die Mieteinheit zwei Stockwerke tiefer. Doch Behrendt zahlt für seine 67 Quadratmeter 430 Euro.

Dass der neue Eigentümer des Hauses einiges mit dem Gebäude vorhat, weiß Behrend seit März dieses Jahres. Damals, so erzählt es der Mieter, habe ihn ein Mitarbeiter der Stonehedge Beteiligungsgesellschaft mbH besucht und ihn darüber informiert, dass unter anderem eine Fassadendämmung, der Austausch der Fenster, eine Strangsanierung sowie der Anbau eines Aufzuges und die Anbringung neuer Balkone geplant seien.

"Insgesamt sollte meine Miete dadurch um 300 bis 400 Euro steigen", berichtet der ältere Herr, der weder sein Alter noch seinen Beruf in der Zeitung lesen will. "Das tut hier nichts zur Sache, es geht ja um ein Problem, das alle Mieter betrifft", begründet er. Nur soviel will er ü...

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