Gibt Wagner heute seine direkte Bewerbung für Bayern ab?

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Gibt Wagner heute seine direkte Bewerbung für Bayern ab?
Gibt Wagner heute seine direkte Bewerbung für Bayern ab?

Am Freitagabend stellt sich die Frage: Ist das Wagner-Gen stärker als das Bayern-Gen?

In der Regionalliga Bayern empfängt der FC Bayern II die SpVgg Unterhaching, die bekanntermaßen seit Sommer vom ehemaligen Münchner Stürmer Sandro Wagner trainiert wird.

Und jener Wagner hatte zuletzt im SPORT1-Interview erklärt: “Mit dem Begriff ‘Bayern-Gen’ konnte ich wenig anfangen.” Er habe seine eigene Identität, seinen eigenen Antrieb: “Ich bin ein Mensch, der maximalen Erfolg will.”

Holt Haching Bayern ein?

Das gilt auch für das Duell am Freitag. Schließlich könnte Haching, derzeit Tabellenvierter, mit einem Sieg nach Punkten mit dem aktuellen Spitzenreiter gleichziehen (Tabelle der Regionalliga Bayern).

Die Form stimmt: Nach schwierigem Saisonstart gewann der Absteiger zuletzt fünf Ligaspiele in Serie. Bayern dagegen kassierte am Dienstag beim SV Schalding-Heining die erste Pleite.

“Die ganze Gruppe freut sich sehr auf das Spiel, die Vorfreude ist riesig. Ich vertraue den Jungs, dass wir aus der ersten Niederlage gelernt haben und jetzt wieder gieriger spielen”, wird Bayern-Trainer Martín Demichelis auf der FCB-Homepage vor dem Derby zitiert.

Demichelis witzelt über Wagner

Inzwischen wird auch dem Argentinier bewusst sein, wer ihm am Abend gegenübersteht. Vor einigen Wochen musste er sich noch vergewissern, dass Wagner tatsächlich vom U19- zum Chef-Trainer der Vorstädter befördert wurde.

“Aber ich habe ihn im Fernsehen gesehen. Er hat offenbar viel Zeit als Trainer. Vielleicht hat er keine Familie? Keine Ahnung”, meinte Demichelis laut spox scherzhaft.

Wagner, der bei der Fußball-EM als Experte im Einsatz war und auch weiterhin als Co-Kommentator tätig ist, hat allerdings eine Frau und vier Kinder. “Dann schläft er nicht. Familie, Fernsehen, Trainer? Dann schläft er nicht”, fügte Demichelis an.

Bayern hat die beste Offensive

Ausgeschlafen müssen Wagner, der im SPORT1-Interview auch sein Zeitmanagement erklärte, und seine Spieler aber im Grünwalder Stadion sein. Denn Bayern hat die beste Offensive der Liga (28 Tore), Nemanja Motika (8) und Oliver Batista Meier (6) stechen heraus.

Die besten Torschützen der Gäste heißen Stephan Hain (5) und Patrick Hobsch (5). Die ansonsten eher wenig furchteinflößende Offensive - aus der oberen Tabellenhälfte hat nur Illertissen (12) seltener getroffen als Haching (13) - könnte Neuzugang Simon Skarlatidis ankurbeln. Der frühere Zweitliga-Profi, der zuletzt für den 1. FC Kaiserslautern spielte, unterschrieb am Mittwoch einen Dreijahresvertrag.

Wagner will nach ganz oben - zu Bayern?

Für Wagner könnte das Spitzenspiel der Regionalliga Bayern auch ein erstes Bewerbungsschreiben werden. Schließlich hat der 33-Jährige große Pläne.

“Ich möchte ein absoluter Top-Trainer werden und ganz oben ankommen”, erklärte Wagner. “Ganz oben”, fügte er an, “ist für mich die Bundesliga. Ich möchte dort irgendwann trainieren.”

Konkrete Vereine nannte Wagner keine, “ganz oben” in der Bundesliga ist aber nun mal der FC Bayern.

Auf dem Weg in die Trainer-Elite tauscht er sich deswegen auch regelmäßig mit Bayern-Chefcoach Julian Nagelsmann aus, mit dem er laut eigener Aussage “viel Kontakt” pflegt.

Am Freitag aber wird Wagner auf diese Tipps verzichten müssen - Nagelsmann wird sicherlich Demichelis und seinen Jungs die Daumen drücken.

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