Rummenigge öffnet Wagner die Tür

Sandro Wagner von Hoffenheim sorgt beim FC Bayern München für Diskussionen

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, hat die Tür im Poker um Nationalstürmer Sandro Wagner wieder ein Stück weit geöffnet.

"Wir müssen das noch mit dem Trainer intensiv besprechen, ob er die Notwendigkeit sieht. Sieht er die Notwendigkeit und wir kriegen eine vernünftige Ablösesumme hin, dann würde ich das nicht ausschließen", sagte der Bayern-Chef und ließ damit die Tür für Verhandlungen weiter offen.

Präsident Hoeneß hatte nach der Jahreshauptversammlung gesagt, eine Verpflichtung von Hoffenheim-Stürmer Sandro Wagner sei auf dem Weg des Scheiterns. "Das ist Sache der Ablöse. Wie ich höre, ist man da meilenweit auseinander. Ich denke, das wird sich eher zerschlagen", so Hoeneß.


Darin, dass Hoffenheim nicht seinen Wunschpreis bekommt, sind sich Hoeneß und Rummenigge einig. "Es war klar, dass Hoffenheim nicht tief, sondern höher schießen wird, als das, was wir uns vorstellen, was die Ablösesumme betrifft. Ob man da einen Nenner findet weiß ich nicht. Wir sind nicht bereit, jeden Betrag mitzugehen", bestätigte Rummenigge. 

Der 29 Jahre alte Nationalspieler von der TSG Hoffenheim ist bei den Bayern als Backup für Torjäger Robert Lewandowski im Gespräch. Allerdings wollen die Münchner sich nicht nur auf Wagner festlegen. "Wir diskutieren sicherlich, uns nicht nur exklusiv auf den einen Fall zu verständigen. Aber das ist ein Spieler, der Interesse hat. Er hat riesengroße private Interessen", sagte Rummenigge. 

Wagner hatte zuletzt selbst sein Interesse an einer Rückkehr nach München bestätigt, nicht zuletzt weil seine Familie nach wie vor in der bayerischen Landeshauptstadt wohnt. 

"Seine Frau ist mit dem dritten Kind schwanger. Das ist offensichtlich alles nicht so einfach für ihn", so Rummenigge. Der Bayern-Boss rechnet sich dadurch in den Verhandlungen eine gute Postion aus.

"Ich würde sagen, da ist eine gemeinsame Interessenlage sowohl vom Spieler als auch von uns. Das macht es sicherlich auch nicht ganz so einfach für Hoffenheim", erklärte Rummenigge.