Wagner: "Lewandowski und ich brauchen nicht viel Zeit"

Kerry Hau
Sandro Wagner wechselte für rund 13 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim zum FC Bayern

Nationalspieler Sandro Wagner ist beim FC Bayern in erster Linie als Backup für Robert Lewandowski vorgesehen.

Der Neuzugang von der TSG Hoffenheim kann sich aber auch vorstellen, mit dem Polen gemeinsam auf Torejagd zu gehen.

"Lewandowski ist lange dabei, ich bin lange dabei. Wir brauchen nicht viel Zeit, um einander kennen zu lernen. Wir können zusammenspielen", sagte Wagner bei einem Pressetalk des Rekordmeisters im Trainingslager in Doha. 

Bayern-Coach Jupp Heynckes hatte vor dem Abflug nach Katar die Möglichkeit eines Sturm-Duos Wagner-Lewandowski in Aussicht gestellt.


Wagner betonte nach seinen ersten Trainingseinheiten für die Münchner allerdings, "keine Gedanken an mögliche Konstellationen" zu verschwenden. 

"Habe Löws Unterstützung"

"Ich habe im Fußball schon so viel erlebt. Jeder wird auf seine Einsatzminuten kommen. Der Trainer will, dass alle Gas geben und gut arbeiten. Dann braucht sich niemand Sorgen zu machen", gab der 30-Jährige zu verstehen.

Ähnlich entspannt denkt der 13-Millionen-Mann auch im Hinblick auf seinen noch nicht gesicherten Platz im WM-Kader der Nationalmannschaft.

Er habe vor seiner Rückkehr zu den Bayern "natürlich mit dem einen oder anderen gesprochen", berichtete Wagner - auch mit Bundestrainer Joachim Löw. "Wir hatten gute Gespräche. Ich habe seine Unterstützung. Ich muss meine Hausaufgaben machen. Alles andere kommt von allein", verdeutlichte der Angreifer (sieben Länderspiele, fünf Tore). 


Lob für Heynckes

Für ihn sei nach dem Anruf aus München "sofort klar" gewesen, "dass ich nach Hause möchte."

An der Säbener Straße hat er nicht nur viele Weltklasse-Spieler um sich, sondern auch einen Weltklasse-Trainer. Wagner ist schon nach wenigen Tagen von Heynckes und der Menschenführung des 72-Jährigen begeistert. "Es ist schon beeindruckend, wie ein Mensch eine ganze Gruppe einfangen kann", schwärmte er. 

Und weiter: "Heynckes hat eine unglaubliche Persönlichkeit. Solche Persönlichkeiten imponieren mir. Ich freue mich, dass ich das beruflich noch mitnehmen kann."