Wagner attackiert Hopp-Gegner: Nichts in der Birne

Sandro Wagner spielt seit der vergangenen Saison für die TSG Hoffenheim

Nationalspieler Sandro Wagner vom Bundesligsten TSG Hoffenheim hat kein Verständnis für die Schmähungen gegenüber Mehrheitseigner Dietmar Hopp.

"Ich finde das verrückt", sagte der Stürmer im Interview mit dem kicker: "Wie viele Milliardäre und reiche Leute haben wir in Deutschland, die in die Schweiz gehen, um Steuern zu sparen? Oder sich total zurückziehen und wenig bis gar nichts für unseren Sozialstaat tun? Und er ist in der Öffentlichkeit und gibt ihr so viel zurück."

Hopp stellt bei Verunglimpfungen Strafanzeige

Beim 3:0-Erfolg der Hoffenheimer am Sonntag beim 1. FC Köln war Hopp durch Heim-Fans auf Plakaten und mit Sprechchören aufs Übelste beleidigt worden.

Auch in anderen Bundesliga-Stadien wird der 77-Jährige regelmäßig attackiert, für Schmähplakate verhängte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zuletzt Geldstrafen. Hopp stellt bei Verunglimpfungen ohnehin jedes Mal selbst eine Strafanzeige.

"Wie kann ich da als dummer Fan in der Kurve diesen Mann beschimpfen? Das geht mir nicht in den Kopf. Man muss doch ein bisschen was in der Birne haben", sagte Wagner weiter: "Ich habe noch nie länger als zwei Minuten mit ihm geredet. Ich weiß nur, was er gemacht hat und bin seit eineinhalb Jahren in dieser Region. Und wenn du dich erkundigst nach dem coolen Spielplatz um die Ecke oder nach dem nächsten Krankenhaus heißt es: Das hat Hopp gebaut. Du hörst auch von Einzelschicksalen, die er unterstützt."