Waffenruhe in Gaza? Erbitterter Schlagabtausch bei der UNO

Die UN-Generalversammlung in New York hat in seiner Sondersitzung über eine Resolution für einen Waffenstillstand in Gaza beraten. Für Israel ist ein ein Krieg gegen die Terroristen der Hamas, der Botschafter der Palästinensergebiete spricht von einem "israelischen Massaker".

Riyad Mansour erklärte: "7.000 Palästinenser in fast 3 Wochen von Israel getötet worden. 70 Prozent sind Frauen und Kinder, fast alle sind Zivlisten. Ist das der Krieg, den einige von Ihnen verteidigen?"

Laut Israel spielt ein Waffenstillstand der Hamas in die Hände

Der Botschafter Israels bezeichnete die UNO als "kaputte und moralisch korrupte"Organisation - anknüpfend an die Kritik, die seine Regierung an UN-Generalsekretär Antonio Guterres geübt hatte.

Israels Botschafter Gilad Erdan sagte: "Ein Waffenstillstand gibt der Hamas Zeit, sich zu bewaffnen, so dass sie weitere Massaker verüben kann. Das ist keine Spekulation. Sie werden es tun. Sie alle wissen das. Alle Aufrufe zu einem Waffenstillstand sind keine Bemühungen um Frieden. Es sind Bemühungen, Israel die Hände zu binden und uns davon abzuhalten, eine enorme Bedrohunge für unsere Bürger zu beseitigen."

Durch die israelischen Angriffe sind in Gaza auch 39 Mitarbeitende der UN-Organisation UNWRA ums Leben gekommen.

Palästinensische Gesundheitsorganisation beziffern die Toten in Gaza an diesem Donnerstag, den 26.10.2023, auf mehr als 7.000 - davon mehr als 3.000 Kinder.

In Israel sind mehr als 1.400 Personen getötet worden - davon rund 400 Militärs.