WADA entzieht Moskauer Labor erneut die Zulassung

Sportinformationsdienst

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat dem Moskauer Anti-Doping-Labor erneut die Zulassung entzogen.

Wie die WADA am Mittwochabend bekannt gab, ist es dem skandalumwitterten Kontrolllabor in der russischen Hauptstadt mit sofortiger Wirkung untersagt, Blutproben zu untersuchen.

Russland vier Jahre von sportlichen Großereignissen ausgeschlossen

Die Suspendierung gelte, "bis ein Disziplinarverfahren durch eine unabhängige Disziplinarkommission durchgeführt wird".

Die WADA hatte am 9. Dezember wegen umfangreicher Manipulation von Daten im Moskauer Kontrolllabor weitreichende Sanktionen gegen Russland beschlossen. Neben der Suspendierung seiner Anti-Doping-Agentur RUSADA darf Russland vier Jahre lang unter anderem als Nation nicht an bestimmten sportlichen Großereignissen wie Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften teilnehmen oder diese ausrichten.

Am 27. Dezember legte Russland vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS Berufung gegen diese Sanktionen ein.

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Die WADA hatte dem Moskauer Labor 2015 die vollständige Akkreditierung entzogen, nachdem das in Russland institutionalisierte Dopingprogramm aufgedeckt worden war.

Seit Mai 2016 durften aber wieder begrenzt Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Die Arbeit des Labors konzentrierte sich seitdem auf den sogenannten Biologischen Pass, ein Programm, das Blut auf die Auswirkungen verbotener Substanzen untersucht, nicht auf die Substanzen selbst.