Wüst hält Impfpflicht für 'unerlässlich'

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BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland wird nach den Worten des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) in der Corona-Pandemie um eine Impfpflicht nicht herumkommen. Eine "Dauerschleife" von Lockerungen und Lockdowns müsse vermieden werden, sagte Wüst am Mittwochabend in einem vorab aufgezeichneten Interview der ARD-"Tagesthemen". "Da müssen wir raus. Deswegen ist die Impfpflicht unerlässlich."

Wüst, der derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, sprach von einer sehr erfolgreichen Impfkampagne. Mt Blick auf die Quote der Geimpften fügte er jedoch hinzu: "Wir kämpfen natürlich nicht um 75, 80 Prozent. Wir brauchen 90, 95 Prozent und am besten mehr."

Ziel sei, nun auch Menschen zu überzeugen, die sich bislang nicht angesprochen fühlten. "Ich glaube schon, dass wir mit guten Argumenten auch in diesen Wochen immer noch Menschen erreichen." Das Problem seien aber die letzten zehn Prozent. Für die werde man an einer Impfpflicht nicht vorbeikommen, "und wir brauchen sie zügig". Die Bundesregierung müsse jetzt Tempo machen, forderte der CDU-Politiker.

Nach den am Mittwochmorgen veröffentlichten Zahlen des Impf-Dashboards des Gesundheitsministeriums haben mindestens 58,7 Millionen Menschen bisher zwei Impfungen oder die Einmal-Impfung von Johnson & Johnson <US4781601046> erhalten. Das sind 70,5 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 28,1 Millionen Menschen (33,8 Prozent) bekamen zusätzlich eine Spritze zur Auffrischung.

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