"Wäre schade": Toto Wolff hofft weiter auf China-Grand-Prix

Norman Fischer

Der China-Grand-Prix rückt näher, doch noch immer ist keine Entscheidung darüber getroffen, ob das Formel-1-Rennen wie geplant über die Bühne gehen kann oder ob man es aufgrund des Coronavirus absagen muss. Das hat man im Fall des Formel-E-Rennens schon getan, das jedoch vier Wochen vor dem Formel-1-Lauf stattfinden sollte und erst vor einer Woche gestrichen wurde.

Bei Mercedes laufen die Vorbereitungen noch wie geplant: "Im Moment sieht es so aus, als würden wir nach China gehen", sagt Motorsportchef Toto Wolff bei der Präsentation der neuen Mercedes-Lackierung und verrät: "Nach dem hier gehe ich zur chinesischen Botschaft für meinen Biometrie-Scan."

Der Österreicher hofft weiterhin, dass der Grand Prix in Schanghai wie geplant über die Bühne gehen kann. "Nicht zu fahren, wäre schade. Wir hatten im vergangenen Jahr volle Tribünen, es war ausverkauft", sagt er und betont, dass China ein wichtiger Markt für Fans geworden ist und man immer öfter Aktivitäten rund um das Rennen habe. "Nicht zu fahren wäre für die Fans und uns natürlich nicht toll."

Doch Wolff weiß auch, dass die Gesundheit an oberster Stelle steht. "Ich hoffe, dass sie das in den Griff bekommen. Das ist die größere Priorität", sagt er.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bereits einen Gesundheitsnotstand ausgerufen und rechnet damit, dass die größte Welle des Virus noch kommen wird. Um eine Verbreitung zu verhindern, hat China bereits zahlreiche Sportevents in den kommenden Wochen und Monaten abgesagt.

Auch ein Formel-1-Rennen wird auf die Absage durch die Behörden ankommen. Die Formel 1 selbst wird das Rennen aus rechtlichen Gründen nicht absagen und auf eine Reaktion aus China warten. Das Büro von Rennorganisator Juss Events soll nach den Feierlichkeiten rund um das Chinesische Neujahr in dieser Woche wieder eröffnen.

Nach Informationen von 'Motorsport.com' soll eine Entscheidung bis zum Ende des Monats fallen.

Mit Bildmaterial von Mercedes F1 Team.