"Wäre gern gefahren" - Was Stefan Bradl zum Wildcard-Verbot in der MotoGP sagt

Sebastian Fränzschky

Stefan Bradl darf in diesem Jahr keinen Wildcard-Start absolvieren. Vor wenigen Tagen verkündeten die MotoGP-Verantwortlichen, dass in dieser Saison keine Gaststarts erlaubt sind, um die Anzahl der Personen im Fahrerlager möglichst niedrig zu halten (mehr Infos). Neben Bradl sind auch Yamaha-Edeltester Jorge Lorenzo und die Testpiloten der anderen Hersteller vom Wildcard-Verbot betroffen.

Bradl kann nachvollziehen, dass sich möglichst wenige Leute im Fahrerlager aufhalten sollen. Dennoch reagiert der Zahlinger im Gespräch mit 'ServusTV' enttäuscht: "Es ist schon ein bisschen schade, weil ich gern zwei oder drei Mal gefahren wäre in diesem Jahr. Ich kann es aber nachvollziehen, weil dieses Jahr sowieso etwas ganz Besonderes ist. Durch den Virus sind wir alle eingeschränkt. Ich kann diese Entscheidung verstehen."

Von 2012 bis 2016 war Bradl Stammfahrer in der MotoGP. Es folgte eine durchwachsene Saison in der Superbike-WM. Seit 2018 hat er an insgesamt neun Rennen in der MotoGP teilgenommen. In diesem Jahr wird Bradl nur zuschauen können.

Stefan Bradl, HRC Honda Team

Stefan Bradl, HRC Honda Team Gold and Goose / Motorsport Images

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Stefan Bradl, Team HRC

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Stefan Bradl, Team HRC

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Stefan Bradl, Repsol Honda Team

Stefan Bradl, Repsol Honda Team Repsol Media

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Stefan Bradl, Repsol Honda Team

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Stefan Bradl, Repsol Honda Team

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Stefan Bradl, Repsol Honda Team

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Da es noch keine Rennen gab, kann Bradl auch noch keine Änderungen testen. Es ist unklar, ob er in diesem Jahr noch zum Einsatz kommt. "Es ist ruhig. In den vergangenen Jahren war zu diesem Zeitpunkt die Hochsaison. Man hat jetzt normalerweise die ersten Daten aus den ersten Rennen", blickt Bradl zurück.

"Jetzt aber ist es extrem ruhig. Das sorgt auch für Verunsicherung, wie es weitergeht. Aber letztlich hoffen wir, dass es bald weitergeht und ich als Testfahrer wieder ein bisschen was zu tun habe", kommentiert der ehemalige Moto2-Weltmeister.

Kann sich ein Fahrer in der Coronavirus-Zwangspause einen Vorteil erarbeiten? In Italien dürfen die Fahrer wieder trainieren, während die Auflagen in Spanien etwas strenger sind. "Ich denke nicht, dass sich jemand einen Vor- oder Nachteil erarbeiten kann. Es ist für alle gleich. Wenn wir wieder auf unsere Bikes kommen, dann kehrt das Gefühl schnell zurück. Man gewöhnt sich schnell wieder daran", ist Bradl überzeugt.

Mit Bildmaterial von LAT.