Während der IAA: Farbanschlag auf Privathaus des VW-Chefs Herbert Diess in München

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Herbert Diess
Herbert Diess

Während sich die Unternehmen auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in München vor allem mit den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit präsentieren, haben unbekannte Täter in der Nacht auf Donnerstag einen Farbanschlag auf das Privathaus von VW-Chef Herbert Diess verübt. Mit roter Farbe schmierten sie unter anderem "Diess enteignen" auf die Eingangstür.

Im Internet bejubelt die linke Szene den "Besuch bei VW-Vorstandsvorsitzendem Herbert Diess zu Hause". Nach Informationen von Business Insider hat der Topmanager Strafanzeige bei der Münchner Polizei wegen der Sachbeschädigung erstattet. Auf Anfrage verurteilte der Konzern die Tat und ließ die Schmiererei bereits von der Hauswand entfernen.

Auf einem Zettel, den die Täter hinterlassen haben, heißt es zudem: "Hier wohnt Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Ein Vertreter des deutschen Autokapitals, der aus Ausbeutung von Arbeiter*innen und Betrug seine persönlichen Vorteile zieht." Weiter behaupten die Täter, Diess hätte mit Stellenstreichungen gedroht, um Klimaziele zu verhindern und fordere mit in der Klimakrise Subventionen für Verbrennungsmotoren. "Wir haben keinen Bock auf das Greenwashing der IAA, das unsere ganze Stadt besetzt hält", heißt es.

Der Farbanschlag trifft den Autoboss, der während der IAA stets seine Dialogbereitschaft mit Umweltorganisationen betont hat. So stellte sich Diess im Vorfeld von einer Konzernveranstaltung am vergangenen Sonntag einer Diskussion mit mehreren Aktivisten von Greenpeace, die gegen Volkswagen demonstriert hatten.

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