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Wähler in der Türkei geben Stimmen ab

Die Wähler in der Türkei haben am Sonntag damit begonnen, ihre Stimmzettel für die wichtigen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abzugeben. Es wird erwartet, dass diese Wahlen hart umkämpft sein werden und die größte Herausforderung für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in seinen zwei Jahrzehnten an der Macht darstellen könnten.

Die Wahl wird entweder dem zunehmend autoritären Erdogan eine neue fünfjährige Amtszeit bescheren oder das NATO-Mitglied auf einen demokratischeren Weg bringen, wie es sein Oppositionskandidat nennt. Der Wahlkampf in der Türkei lief zuletzt aggressiv ab - am Tag der Abstimmung blieb es zunächst weitestgehend ruhig. Ein knappes Rennen zwischen Amtsinhaber Erdogan und dem Oppositionsführer zeichnete sich ab. Was bedeutet das für die Türkei - und Europa?

Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan muss nach 20 Jahren an der Macht um seine Wiederwahl bangen. Umfragen hatten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und seinem Herausforderer, dem Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu, hingedeutet. Die Wahl lief nach einer ersten Einschätzung der zuständigen Behörde ohne Probleme ab. Oppositionspolitiker meldeten kleinere Zwischenfälle aus verschiedene Provinzen. Rund 64 Millionen Menschen im In- und Ausland waren zur Stimmabgabe aufgerufen. In Deutschland waren rund 1,5 Millionen Menschen mit türkischem Pass stimmberechtigt.

Viele Wähler, die das Wahllokal verließen, betonten die Bedeutung dieser Wahl.