Wähler in Costa Rica entscheiden in Stichwahl über künftigen Präsidenten

Bei einer Stichwahl entscheiden die Wähler in Costa Rica am Sonntag über ihren künftigen Präsidenten

Bei einer Stichwahl haben die Wähler in Costa Rica am Sonntag über ihren künftigen Präsidenten entschieden. 3,3 Millionen Menschen waren in dem zentralamerikanischen Land aufgerufen, den Nachfolger von Luis Guillermo Solis zu bestimmen, der gemäß der Verfassung nicht noch einmal antreten durfte. Zur Wahl standen der rechtsgerichtete Fabricio Alvarado und der linksliberale Carlos Alvarado.

Umfragen hatten für die Stichwahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden ehemaligen Journalisten vorausgesagt. Der rechtsgerichtete Fabricio Alvarado ist Prediger einer evangelikalen Freikirche, der 43-Jährige mobilisiert seine Anhänger mit Kritik an Korruption und Homo-Ehe. Der Exminister Carlos Alvarado, der sich auch als Romanautor einen Namen gemacht hat, gehört der regierenden Bürgeraktion an und ist 38 Jahre alt.

Das vergleichsweise wohlhabende Costa Rica gilt als demokratisches Musterland Mittelamerikas. Beobachter sehen in der Wahlauseinandersetzung einen Beleg für die wachsende soziale Spaltung: Carlos Alvarado repräsentiert die gut gebildeten städtischen Milieus, während der Prediger Fabricio Alvarado seine Wähler eher aus armen ländlichen Schichten rekrutiert.