VWs Elektroauto-Geschäft bis zu EU195 Mrd. wert: Deutsche Bank

Lukas Strobl und Christoph Rauwald
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Volkswagen AG verdient mehr Anerkennung für seine Pläne zu Elektroautos, so die Deutschen Bank. Das Unternehmen könnte Tesla Inc. bereits im nächsten Jahr beim Verkauf von Elektrofahrzeugen überholen.

Wenn der Markt ähnliche Bewertungsmultiplikatoren anwenden würde wie bei Tesla oder Nio Inc., wäre VWs Geschäft mit Elektrofahrzeugen rund 195 Milliarden Euro wert, mehr als das gesamte Unternehmen heute, so Analyst Tim Rokossa in einer Studie am Montag. Er hob sein Kursziel für VW um 46% auf 270 Euro an.

Die Stammaktien von VW stiegen um bis zu 14%, die im DAX notierten Vorzugsaktien um bis zu 8,4%. Letzte Woche hatten sich die Papiere um 22% bzw. 16% verteuert.

Der deutsche Autobauer hat SAP SE damit die Krone als wertvollstes Mitglied des DAX wird entrissen - das ersten Mal seit dem Dieselskandal 2015. Seine Pläne, Tesla bei Elektroautos abhängen zu wollen, lösten einen Kaufrausch bei Privatanlegern in den USA aus.

Rokossa sieht eine gute Chance, dass VWs Absatz elektrischer Fahrzeuge den von Tesla angesichts des mittlerweile bald weltweit angebotenen ID.4 Kompakt-SUV in kurzer Zeit übertreffen dürften. Führungskräfte der spanischen VW-Marke Seat sagten am Montag, sie planen bis 2025 ein Elektroauto für die Stadt, das zwischen 20.000 und 25.000 Euro kosten soll.

VW plant, das Werk von Seat außerhalb von Barcelona in einen Elektro-Hub umzuwidmen mit dem Ziel, dort jährlich mehr als 500.000 Fahrzeuge zu produzieren. Soviel Autos hatte Tesla weltweiten 2020 verkauft.

VWs LKW-Sparte Traton SE will seine Investitionen in Elektrotechnik bis 2025 von 1 Milliarde Euro auf nun 1,6 Milliarden Euro anheben. Auch bei Nutzfahrzeugen kommt es zur Wachablösung des Diesels durch die Batterie, so Vorstandschef Matthias Gründler. Solche mit Wasserstoffantrieb per Brennstoffzellen werden weitgehend Nischen bleiben, sagte er.

Überschrift des Artikels im Original:VW EV Business Worth $230 Billion, Deutsche Bank Says (Correct)

For more articles like this, please visit us at bloomberg.com

Subscribe now to stay ahead with the most trusted business news source.

©2021 Bloomberg L.P.