VW-Manager Schmidt zu Höchststrafe verurteilt

Der Volkswagen-Manager Oliver Schmidt ist wegen seiner Vergehen in der Abgas-Affäre von einem US-Gericht zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Zudem muss er eine Geldstrafe von umgerechnet knapp 340.000 Euro zahlen.

Damit entschied sich der zuständige Richter Sean Cox für die maximal mögliche Strafe. Schmidt war wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze angeklagt und am Mittwoch in Detroit verurteilt worden.

"Er war emotional. Er hat sich entschuldigt. Er bereut seine Entscheidungen. Er sagte, er werde die Verantwortung übernehmen. Es sei seine Schuld", berichtet Ed White von Associated Press.

Schmidt war laut Anklage von Februar 2012 bis März 2015 in leitender Funktion für Umweltfragen in den USA verantwortlich. Er ist der zweite Angeklagte, der in den USA im Falle der Abgas-Affäre verurteilt worden ist.

Seit Januar dieses Jahres sitzt der 48-Jährige bereits in Untersuchungshaft. Eine Mittäterschaft am Abgas-Skandal hatte er zunächst abgestritten und versucht, gegen Kaution freizukommen. Richter Cox hat diesen Antrag im März allerdings abgelehnt.

Den Volkswagen-Konzern hat die Affäre um gefälschte Abgas-Werte 30 Milliarden US-Dollar durch zivil- und strafrechtliche Vergleiche gekostet.