VW-Konzern verdient besser - Corona-Probleme in China lassen nach

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Der Volkswagen <DE0007664039>-Konzern hat im ersten Halbjahr trotz anhaltender Lieferprobleme bei Mikrochips und harter Corona-Einschränkungen in China einen deutlichen Gewinnsprung hingelegt. Die Wolfsburger konnten das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwas mehr als ein Viertel auf insgesamt 10,6 Milliarden Euro steigern. Das zweite Quartal, in dem vor allem erneute Lockdowns die Produktion und Verkäufe auf dem wichtigsten Markt in Asien ausgebremst hatten, drückte mit einem Gewinnrückgang von gut 22 Prozent für sich genommen noch stark auf das Geschäft. Der Absatz von Elektroautos zog aber weiter an.

Finanzvorstand Arno Antlitz sagte, Europas größte Autogruppe habe ungeachtet "beispielloser globaler Herausforderungen beachtliche finanzielle Robustheit bewiesen". Für die zweite Jahreshälfte geht Volkswagen auch von einer Entspannung der Lieferketten-Probleme aus. Den Jahresausblick bestätigte der Konzern.

Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal auf Jahressicht um 3,3 Prozent auf 69,5 Milliarden Euro. Das um Sonderkosten für die Dieselaffäre bereinigte operative Ergebnis fiel um 27,7 Prozent auf 4,74 Milliarden Euro. Dabei wogen Bewertungseffekte vor allem für Rohstoffsicherungsgeschäfte schwer. Diese schlugen allein mit 2,4 Milliarden Euro zu Buche, nachdem sie das operative Ergebnis im ersten Quartal deutlich aufgehübscht hatten. Vor Einbeziehung dieser Buchverluste habe sich das Ergebnis im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal nochmals verbessert, hieß es.

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