VW-Chef fordert schnelles Ende für Förderung bestimmter Antriebsarten

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Volkswagen E-Autos in Dresden

Volkswagen-Chef Herbert Diess hat für ein schnelles Ende staatlicher Förderungen für bestimmte Antriebsarten plädiert. "Elektroautos brauchen in wenigen Jahren keine staatlichen Kaufprämien mehr, denn dann sind sie in der Herstellung meistens nicht mehr teurer als ein Verbrenner", sagte Diess der "Wirtschaftswoche". Attraktiver werden E-Autos demnach, wenn alle Antriebsarten gleichermaßen gefördert würden.

"Der Diesel wird mit acht Milliarden Euro Steuervorteil pro Jahr gefördert, das ist ein Mehrfaches der staatlichen E-Auto-Kaufprämien", sagte der VW-Chef. Kerosin für Flugzeuge sei sogar steuerfrei. "Das verzerrt den Markt, ist schädlich für den Klimaschutz und sollte schnellstmöglich enden".

Der VW-Konzern will demnach auch in die Herstellung klimafreundlicher Schiffsmotoren einsteigen. Die Hälfte aller Schiffsmotoren weltweit stamme aus der Herstellung von VW. "Wir könnten die Motoren in den kommenden 15 Jahren auf Erdgas und danach auf Ammoniak-Antrieb umrüsten", sagte Diess. Dafür müsse die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO allerdings entsprechende Vorgaben machen, um einen Markt für die neue Technik entstehen zu lassen.

fho/jm

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