VW blickt trotz hoher Kosten für Dieselskandal zuversichtlich aufs Gesamtjahr

VW ist voller Zuversicht

Der Volkswagen-Konzern mit seinen zwölf Marken rechnet trotz hoher Kosten wegen des Dieselskandals mit einem kräftigen Plus im Gesamtjahr. In den ersten neun Monaten steigerte der Konzern seinen Gewinn um mehr als 30 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro, wie VW am Freitag mitteilte. Dieses Ergebnis "gibt uns mit Blick auf das Gesamtjahr eine Menge Zuversicht", erklärte Finanzvorstand Frank Witter.

Der Umsatz von Januar bis Ende September stieg um fast sieben Prozent auf knapp 171 Milliarden Euro. Das Zwischenergebnis zum September sei "sehr beeindruckend", erklärte Konzernchef Matthias Müller. VW sei "dankbar" für das Vertrauen der Kunden weltweit in die Marken des Konzerns.

Im dritten Quartal allein halbierte sich der Gewinn - von 2,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,14 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Grund sind die bereits Ende September bekanntgemachten Mehrkosten für die Folgen des Dieselskandals in den USA - sie betragen 2,6 Milliarden Euro, wie VW nun mitteilte. Das Geld fließt in Rückkäufe und Nachrüstungen.

Der Autobauer hatte im September 2015 Manipulationen der Emissionswerte bei weltweit elf Millionen Dieselautos zugegeben - in den USA waren rund 560.000 Fahrzeuge betroffen. Die von Volkswagen ausgehandelten Entschädigungen und Strafzahlungen belaufen sich damit mittlerweile auf insgesamt rund 25 Milliarden Euro. 17,5 Milliarden Euro davon sind laut Finanzchef Witter schon geflossen.

Das "Dieselthema" sei noch lange nicht abgearbeitet und werde weiter große Anstrengungen im gesamten Konzern fordern, betonte Witter. Es gebe noch sehr viel zu tun.