Vulkan Agung auf Bali stößt 4000 Meter hohe Rauch-und Aschewolke aus

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Aschewolke über dem Agung am Sonntag

Aus Sorge vor einem baldigen Ausbruch des Vulkans Agung auf der Urlaubsinsel Bali hat die indonesische Regierung die Evakuierung von rund 100.000 Menschen angeordnet. Rund 40.000 Bewohner haben das Gefahrengebiet bereits verlassen

Auf der indonesischen Ferieninsel Bali hat der Vulkan Agung eine tausende Meter hohe Rauchsäule ausgestoßen. Die Rauch- und Aschewolke war am Sonntag bereits bis zu 4000 Meter hoch, wodurch es zu Flugausfällen und -verspätungen kam, wie ein Sprecher des Flughafens von Bali sagte. Mindestens 2000 Flugpassagiere waren betroffen, die meisten waren Touristen aus Australien.

Am Sonntagnachmittag (Ortszeit) war der Flughafen der bei Touristen äußerst beliebten Insel zunächst noch offen. Airportsprecher Arie Ahsanurrohim zufolge hatten mindestens 28 Flüge Verspätung oder wurden gestrichen. Die Entscheidung, Flüge zu verschieben oder umzuleiten, liege bei den einzelnen Fluglinien, sagte er.

"Wir versuchen, den Flughafen so angenehm wie möglich für die betroffenen Passagiere zu machen", sagte Ahsanurrohim der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe spezielle Räume für die Gestrandeten, wo sie ihr Gepäck auspacken könnten und es Video-Unterhaltung gebe.

Der Vulkan Agung war 1963 zuletzt ausgebrochen, knapp 1600 Menschen kamen ums Leben. Im September war der Vulkan wieder aktiv geworden, die Behörden riefen die höchste Warnstufe aus. 140.000 Menschen im Umkreis des Vulkans wurden in Sicherheit gebracht. Ende Oktober nahm die Aktivität des Agung wieder ab, die Warnstufe wurde auf das zweithöchste Level herabgesetzt. Viele Menschen kehrten in ihre Häuser zurück.

Vergangenen Dienstag nahm die Aktivität wieder zu. Die Behörden wiesen Anwohner in einem Umkreis von 7,5 Kilometern an, ihre Häuser zu verlassen - 25.000 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht.

Der Agung ist einer von mehr als 120 aktiven Vulkanen in Indonesien, das auf dem Pazifischen Feuerring liegt.