Vorwurf des Tages: Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim)

Vorwurf des Tages: Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim)

Julian Nagelsmann hatte Redebedarf, wollte aber die letzten Details nicht preisgeben. "Ich lasse mich nicht gerne beleidigen", sagte der 30-Jährige auf der Pressekonferenz nach dem Spiel bei Schalke 04 (1:2).
Zuvor war Nagelsmann mit dem Schiedsrichter-Gespann aneinandergeraten und warf diesem Beleidigung vor. "Ich habe ihnen mitgeteilt, dass ich ein Mensch bin, der einen Umgangston hat, wo keine beleidigenden Worte drin sind. Das habe ich ihnen verklickert", berichtete Nagelsmann bei Sky.
Mehr Erhellendes gab es von ihm nicht. "Fragen sie die Schiedsrichter", antwortete der Hoffenheimer auf die Frage eines Journalisten: "Die werden ihnen zwar nichts sagen, ich aber auch nicht. Das ist deren Glück und mein Pech." Nagelsmann hielt kurz inne, fügte dann hinzu: "Ich habe niemanden beleidigt, falls Sie das wissen wollen." Er wollte reden, zügelte sich aber, um nicht ins Visier der Sportgerichtsbarkeit des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zu geraten. 
Es bleibt weiter unklar, gegen welchen Schiri des Gespanns sich der Unmut richtete. Waren die Umstände des Ausfalls von Assistent Robert Schröder, der vom Vierten Offiziellen Guido Kleve ersetzt wurde (51.), zu Beginn der zweiten Halbzeit Ursache der Unstimmigkeiten?
Während der unfreiwilligen Unterbrechung rief Nagelsmann mehrfach in Richtung Schröder, suchte auch das Gespräch mit Kleve. Beide schienen ihn jedoch - wie auch Schiedsrichter Benjamin Brand - zu ignorieren. 
Am Sonntag hatte sich Nagelsmann wieder beruhigt. "Am Morgen danach, mit Abstand und Ruhe, ist die Aufregung verflogen und das Thema für mich erledigt. Es wird immer wieder passieren, dass an der Seitenlinie unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen", wurde der Coach auf der TSG-Homepage zitiert: "Ich wünsche Robert Schröder jetzt vor allem gute und schnelle Genesung. Auf dass er bald wieder an der Seitenlinie stehen kann."
SID jg as rd