Vorsitzender der griechischen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte im Gefängnis

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Christos Pappas

Der Vize-Vorsitzende der griechischen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte ist am Freitag in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht worden. "Christos Pappas wird in das Domokos-Gefängnis gebracht", sagte ein griechischer Justizbeamter nach einer Gerichtsanhörung zu AFP. Vor seiner Festnahme am Donnerstag war der 59-Jährige monatelang untergetaucht. Er wurde im Oktober zu 13 Jahren Haft verurteilt.

Die griechische Demokratie habe das "Gift der Goldenen Morgenröte" beseitigt, erklärte Regierungssprecherin Aristotelia Peloni am Donnerstagabend.

Neben Pappas waren im vergangenen Jahr rund 50 weitere Parteimitglieder nach einem fünfeinhalbjährigen Mammutprozess zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Die griechische Justiz hatte die Goldene Morgenröte als kriminelle Vereinigung eingestuft. In den Anklagepunkten war von illegalem Waffenbesitz, Mord, Körperverletzung und dem Führen einer kriminellen Organisation die Rede.

Pappas wurde als führender Ideologe der Goldenen Morgenröte angesehen. Sein Vater war als Generalleutnant 1967 an einem Putsch beteiligt, der in eine siebenjährige Militärdiktatur in Griechenland mündete. Nachdem 2009 die Finanzkrise Wut ausgelöst hatte, wurde seine Partei 2012 drittstärkste Kraft im griechischen Parlament. Als bekannt wurde, dass die Partei in kriminelle Aktivitäten verwickelt war, schwand ihre Unterstützung in der Bevölkerung. Der Prozess um die Goldene Morgenröte galt als einer der wichtigsten in der politischen Geschichte des Landes.

slm/fwe

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