Vorsicht vor Nachrichten von vermeintlichen Facebook-Freunden

Datendiebe treiben auf Facebook Ihr Unwesen. Wie Sie Fake-Nachrichten erkennen und sich schützen können, erfahren Sie hier. (Bild: ddp)

Wer über den Facebook-Messenger Links zugeschickt bekommt, sollte immer zweimal hingucken: Denn oft stecken Datendiebe dahinter, deren Masche immer dreister wird.

Komisch, das der „Facebook-Freund“ gar nichts Persönliches schreibt, sondern einfach wortlos einen Link schickt. Oder er schreibt etwas, was aber so gar nicht nach ihm klingt. Wie beispielsweise „Schau dich an“ oder „Du, guck mal: …“. Wer aufgrund solcher Nachrichten im Facebook-Messenger irritiert ist, tut gut daran, seinem Bauchgefühl zu vertrauen. Aktuell warnt „bild.de“ vor einer Falle von Datendieben, die über den Messenger als YouTube-Video getarnte Links verschicken. Wer draufklickt, landet dann allerdings auf einer Seite, auf der Milka angeblich Schokoladen-Tester sucht. Wer mitmachen will, soll – logisch! – seine kompletten Daten preisgeben.

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Selbstverständlich erwartet die Opfer dieser Masche keine Schokolade, sondern eine böse Überraschung. Denn sämtliche Daten, die auf der Fake-Seite eingetragen werden, landen in den Händen der Betrüger. Oftmals werden Nutzer auch dazu aufgefordert, Software auf ihren Rechner zu laden. Damit holen sie sich aber nicht die Möglichkeit, Videos anzugucken, sondern im schlimmsten Falle Spionagesoftware direkt auf den PC.

Wie können Sie sich vor solchen Attacken schützen?

Prinzipiell sollten Sie nie leichtgläubig auf Links klicken, die Sie über soziale Netzwerke oder per E-Mail erhalten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihnen nun tatsächlich ein Freund geschrieben hat, verwenden Sie andere Kommunikationskanäle wie das Smartphone, um sicherzugehen, dass die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt. Geben Sie niemals (!) Daten auf irgendwelchen Plattformen preis, schon gar nicht, wenn diese mit irgendwelchen Gewinnen werben.

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Wenn Sie schon auf den Link einer solchen Nachricht geklickt haben oder sich nicht sicher sind, es in der Vergangenheit getan zu haben, sollten Sie sich schnellstmöglich aktuelle Antivirensoftware beschaffen, die Ihren Laptop, PC, Ihr Tablet oder Smartphone auf mögliche Angriffe scannen. Sollten Sie sensible Daten wie beispielsweise Zugangsdaten zu Paypal oder Kreditkartendaten eingetragen haben, informieren Sie umgehend Ihr Kreditinstitut sowie die Polizei.

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