Vorsicht: Diese Geld-Fallen lauern im Urlaub

Im Urlaub Geld abheben oder doch lieber mit Karte zahlen? (Bild: Getty Images)

Knapp 1100 Euro geben die Deutschen aus, wenn sie auf Reisen gehen, und das tun mit 70 Prozent die meisten mindestens einmal im Jahr. Bei so viel Reiselust lohnt es sich, die Kosten im Auge zu behalten. Und ein paar Klassiker zu vermeiden, mit denen die Urlaubskasse unnötig geschröpft wird.

Nicht zu viel Bargeld mit sich führen

Knapp 500 Euro beträgt laut „focus.de“ die Summe, die die meisten Deutschen in den Urlaub mitnehmen. Meistens in bar und aus Gründen der Bequemlichkeit oft auch noch bei der Bank zuhause getauscht. Vor allem bei Reisen in Nicht-EU-Länder kommt man da beim Wechseln schlechter weg, die Banken im Ausland bieten oft die besseren Wechselkurse an. Und auch, wer seinen Geldbeutel verliert oder wem er geklaut wird, hat mit Bargeld schlechte Karten.

Lieber öfter kleinere Beträge abheben

Größere Bargeldbeträge sind aus zwei weiteren Gründen nicht empfehlenswert: Erstens greift im Urlaub bei vielen Menschen ein psychologischer Effekt, weil sie sich in dieser Zeit etwas gönnen wollen und deshalb weniger genau auf ihre Ausgaben achten. Wer viel Bargeld mitnimmt, hat sich innerlich schon damit arrangiert, dass es nach dem Urlaub weg ist und gibt es ziemlich wahrscheinlich auch komplett aus. Wer dafür nicht so anfällig ist, hat auch dann ein Problem, wenn am Ende Geld übrigbleibt.

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Zurück in Deutschland muss das Geld zu einem schlechteren Wechselkurs umgetauscht werden. Manche Banken wie die Hypovereinsbank tauschen andere Währungen nur um, wenn der Gegenwert bei mindestens 100 Euro liegt. Reiseexperten raten deshalb dazu, lieber öfter kleinere Beträge abzuheben oder mit der Karte zu bezahlen.

Karten, Cash und Schecks

Genau wie eine kleinere Summe Bargeld gehört auch eine Kreditkarte unbedingt in den Geldbeutel. Oft lassen sich nur mit ihr Hotelzimmer reservieren und auch Mietwagenverleiher verlangen eine Kreditkarte als Sicherheit. Weil man aber nicht immer und überall mit der Karte bezahlen kann und manchmal hohe Gebühren für die Nutzung anfallen, sind für Reisende auch Schecks ein gutes Zahlungsmittel.

Im Zweifel die Bank über die anstehende Reise informieren

Manche Banken werden misstrauisch, wenn eine Karte auf einmal im Ausland benutzt wird. Manche versuchen dann, ihre Kunden telefonisch zu erreichen und fragen nach, ob man wirklich im Urlaub ist oder die Karte vielleicht gestohlen wurde.

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Andere sperren die Karten im Verdachtsfall gleich oder spätestens dann, wenn ihr Kunde nicht erreichbar ist. Um dann unnötigen Ärger zu vermeiden, der zudem kostbare Urlaubszeit frisst, sollte man sich daher vor dem Antritt der Reise informieren oder die Bank über den anstehenden Urlaub in Kenntnis setzen.

Bei Kartenzahlung immer dabei sein

Wer im Urlaub mit der Karte bezahlt, sollte diese nie aus den Augen lassen. Will ein Kellner oder Verkäufer die Karte mitnehmen, bitten Sie ihn, das Gerät zu holen und die Abbuchung vor Ihren Augen vorzunehmen. Ansonsten besteht die Gefahr des Einsatzes von Skimming-Geräten, die die Kontodaten speichern und an Kriminelle weiterleiten können. Danach sollte man prüfen, ob die Summe auf dem Rechnungsbeleg mit der auf dem Unterschriftenbeleg identisch ist. Empfehlenswert ist auch, die Belege zu sammeln, zuhause die Abbuchungen auf dem Konto zu überprüfen und gegebenenfalls bei der Bank zu reklamieren, sollte ein Betrug stattgefunden haben.

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