Vorsicht, anhaltende Hitzewelle!

Angesichts der aktuellen Rekordtemperaturen warnt die Weltwetterorganisation (WMO) vor einer anhaltenden Hitzewelle. In Spanien seien im Juni zahlreiche Temperaturrekorde gebrochen worden, darunter in Granada mit 41,5 Grad und in Madrid mit 40,1 Grad. Pakistan meldete 54 Grad in der Stadt Turbat.

Man nähere sich dem weltweiten Temperaturrekord von 1913, sagte WMO-Meteorologe Omar Baddour am Dienstag in Genf. Damals wurden im Tal des Todes in der Mojave-Wüste in den USA 56,7 Grad gemessen.

Regierungen, Städte und Gemeinden müssten Vorkehrungen treffen, um Menschen zu schützen. Hitzewellen seien sehr gefährlich für die Gesundheit. Baddour erinnerte daran, dass in Europa 2003 durch eine Hitzewelle 70 000 Menschen ums Leben kamen.

In Frankreich wurde bei Temperaturen von bis zu 38 Grad die zweithöchste Hitzewarnstufe ausgerufen mit besonderen Maßnahmen in Seniorenheimen wie der Unterbringung älterer Menschen in klimagekühlten Räumen und der Verteilung von Getränken. Bei 35 Grad in der Hauptstadt nutzen viele die Wasserbecken am Fuß des Eiffelturms für eine Abkühlung.

Auch in Deutschland ist kein Abklingen der Hitze in Sicht. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge ist am Donnerstag mit einem neuen Höhepunkt mit bis zu 37 Grad im Südwesten des Landes zu rechnen. Das gibt es nur eines: Schatten und eine kühle Erfrischung.