Das bringt Tag 3 – Brexit und Bitcoin


Am Donnerstag erwartet die rund 3.000 Teilnehmer des Gipfels ein Potpourri an Zukunftsthemen: Vom Brexit über den Klimawandel bis hin zum Datenschutz und dem Bitcoin-Hype. Ein politisches Highlight wird am frühen Nachmittag der Auftritt der britischen Premierministerin Theresa May. Sie wird ihre Zuhörer davon zu überzeugen suchen, dass sie Großbritannien trotz der aufreibenden Verhandlungen und Debatten über den Ausstieg aus der Europäischen Union nicht abschreiben sollten. Zu Hause gilt die Konservative als politisch schwer angeschlagen. Sie kämpft mit einer instabilen Regierung, großen Zweifeln an ihrer Amtsführung und einer aufflammenden Debatte über ein zweites Brexit-Referendum.

Ein ähnlich mühsamer Kampf wird auf globaler Bühne um den Klimawandel ausgefochten. Bis zum Ende des Jahrhunderts dürfte sich die Erde nach jüngsten Schätzungen um 3,2 Grad erwärmen – mehr als doppelt so viel wie im Pariser Klimaabkommen vereinbart wurde. Am Donnerstag diskutieren unter anderem der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore und der Chef des Versicherungskonzerns Axa, Thomas Buberl, wie das doch noch verhindert werden kann. Einen Hoffnungsschimmer gibt es: Nachdem er erst angekündigt hatte, die USA aus dem Pariser Klimaabkommen herauszuführen, hat es US-Präsident Donald Trump kürzlich als „vorstellbar“ bezeichnet, doch wieder „mitzumachen“.

Auch werden sich die versammelten Entscheider nochmals mit dem rasanten technologischen Fortschritt beschäftigen. Welche gesellschaftlichen Folgen wird die digitale Revolution in den nächsten zwei Dekaden haben? Dieser Frage stellen sich der Chef des Telekommunikationskonzerns Vodafone Vittorio Colao, der Boss des Bezahldienstes Paypal Dan Schulman, ABB-Vorstandschef Ulrich Spiesshofer sowie Ya-Qin Zhang, der Präsident des chinesischen Internetkonzerns Baidu. Und über die Konsequenzen für den Datenschutz wird unter anderem Ginni Rometty, die Chefin des Computergiganten IBM sprechen.


Auch an der Finanzbranche gehen die globalen Umbrüche nicht vorbei – ganz im Gegenteil. Daher werden US-Finanzminister Steven Mnuchin, Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Paul Achleitner und Blackrock-Boss Larry Fink aufzeigen, wie die globale Finanzarchitektur der Zukunft aussehen könnte: Wird der Dollar seine dominante Stellung verlieren? Wie radikal wird die Digitalisierung die Finanzbranche verändern? Und was bedeutet der Boom der Kryptowährungen?

Der Hype rund um Bitcoin & Co. wird ein viel diskutiertes Thema auf den Fluren der Konferenzhallen sein. Und nicht nur da: Am Donnerstagabend diskutiert Yale-Ökonom Robert Shiller auf dem Podium, ob die Cybermünzen die nächste Finanzkrise auslösen könnten.