Vorgänger Berlusconi kritisiert chinesische Milan-Eigentümer

Der AC Mailand ist trotz großer Investitionen schlecht in die Saison gestartet. Nun kommt Ex-Präsident Silvio Berlusconi zu Wort.

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi verfolgt die Entwicklung seines Ex-Klubs AC Mailand mit Bauchschmerzen. "Ich schaue die Spiele im Fernsehen an, und ich fühle mich schlecht", sagte der 81-Jährige, bis zum vergangenen Frühjahr Eigentümer des 18-maligen Meisters: "Ich war kein einziges Mal mehr im San-Siro-Stadion. Ich bin sehr enttäuscht. Mit den neuen Eigentümern hatten wir ganz andere Abkommen für das Wohl des Klubs getroffen."

Im April hatte Berlusconi, der in den vergangenen 30 Jahren nicht nur Eigentümer war, sondern auch das Amt des Präsidenten bekleidete, den lombardischen Traditionsverein an den chinesischen Großunternehmer Yonghong Li verkauft. Dabei habe er versichert, den Klub in "gute Hände" zu übergeben.

Nach dem massiven Erwerb neuer Spieler für 240 Millionen Euro, darunter Juve-Abwehrstar Leonardo Bonucci und Ex-Bundesligaprofi Hakan Calhanoglu, blieb Milan mit Tabellenplatz acht bislang aber weit hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Mit Verlusten in Höhe von 32,6 Millionen Euro vermeldete Milan im ersten Halbjahr 2017 zudem tiefrote Zahlen.

Am Sonntag hatte Milan eine 0:2-Niederlage gegen Meister Juventus Turin kassiert. Trainer Vincenzo Montella steht in der Kritik.