Vorerst kein Platz für Krypto im Private Banking: Pictet

(Bloomberg) -- Der Schweizer Vermögensverwalter Pictet warnt vor Anlagen in Kryptowährungen - derzeit.

“Krypto wird eine Anlageklasse werden, die wir nicht ignorieren können, aber heute glaube ich, dass für sie kein Platz in den Portfolios einer Privatbank ist,” sagte Tee Fong Seng, Chief Executive Officer des Wealth-Management-Geschäfts in Asien bei Pictet. Er sprach auf einem Panel des Bloomberg Asia Wealth Summit am Donnerstag in Singapur.

Die Kryptobranche ist dieses Jahr mächtig unter Druck gekommen, etwa durch den Ausfall des Hedgefonds Three Arrows Capital und anderer Unternehmen, sowie durch zahlreiche Angriffe von Hackern. Zwischen dem Höchststand von Bitcoin im November und Ende Juni wurden 2 Billionen Dollar an aggregiertem Börsenwert von Krypto-Assets vernichtet.

Große Banken haben Krypto jahrelang gemieden -- Jamie Dimon, der Chef von JPMorgan Chase & Co, branntmarkte Bitcoin bekanntlich 2017 als “Betrug”.

Aber mit dem Kursanstieg in den letzten drei Jahren begannen einige, ihre Haltung zu ändern. Zuletzt sagte die Julius Bär Group Ltd., sie arbeite an Dienstleistungen im Bereich digitaler Vermögenswerte für wohlhabende Kunden. Fidelity Investments bereitet die Einführung eines Produkts vor, das Investitionen in Bitcoin in der betrieblichen Altersvorsorge erlaubt. Citigroup Inc. und Morgan Stanley haben ebenfalls damit begonnen, reichen Kunden Wetten auf Digitalwährungen zu ermöglichen.

“Wenn man sich die Volatilität der letzten zwei Jahre ansieht, kann man viel Geld verdienen und viel Geld verlieren”, sagte Tee. Die Frage sei, wann man Kunden ins Boot hole.

Nicht alle ließen sich abschrecken. Venture-Capital-Fonds interessieren sich zunehmend für Krypto, erklärte Nanda Ivens, Chief Marketing Officer der indonesischen digitalen Handelsplattform Tokocrypto.

Andere zeigten sich weniger optimistisch in Bezug auf die Aussichten für digitale Vermögenswerte in den kommenden Monaten, trotz der jüngsten Rally.

“Ich bin ziemlich bearish”, sagte Rich Teo, Mitbegründer und CEO von Paxos Asia, einem Anbieter von Blockchain-Infrastruktur. “Ich denke, es wird mehr Deleveraging im Kryptobereich geben.”

Überschrift des Artikels im Original:

Crypto Has No Place in Private Banking for Now, Pictet Says (1)

(Wiederholung vom Vortag)

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