An vorderster Front für saubere Stadtluft

Sie ist der Schrecken zahlreicher Kommunen und Dieselfahrer: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klagt quer durch die Republik, damit Städte die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide einhalten. Im Kampf für sauberere Luft will die DUH Fahrverbote für Dieselautos erreichen, die die Grenzwerte nur auf dem Papier, nicht aber in der Realität erreichen. Und das sind nach ihren Messungen so gut wie alle getesteten Fahrzeuge.

Der Verein hat nach eigenen Angaben 2500 Mitglieder - davon rund 270 stimmberechtigte Mitglieder. Damit gehört die DUH zu den kleineren Akteuren, Greenpeace etwa hat knapp 590.000 Mitglieder. Im Jahr 2015 nahm die DUH rund 8,1 Millionen Euro ein. Zu den wichtigsten Geldgebern gehören nach eigenen Angaben die Bundesregierung sowie nachgeordnete Behörden und die Krombacher Brauerei. Auch Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder Toyota finanzieren Projekte, außerdem kommt Geld über Spenden rein.

Ein knappes Drittel ihres Budgets erhält die Umweltorganisation von Unternehmen, denen die DUH Verstöße gegen Vorschriften zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs vorwirft. Das Motto des Vereins lautet: Wenn die Behörden nicht kontrollieren, dann kontrolliert die DUH. Findet sie Verstöße gegen Umweltrecht, so mahnt sie ab oder klagt. Nach eigenen Angaben gewinnt sie dabei in fast allen Fällen.