Vorbild für Deutschland: Dieses System bewahrt junge Menschen in Schweden vor dem fatalsten Geldfehler

Jonas Lotz
Junge Menschen in Stockholm

Wer in Deutschland einsehen will, wieviel Rente er einmal bekommen wird, hat es nicht gerade leicht. Will man seine individuelle Renteninformation einsehen, muss man erst einen Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen. Anders ist dies im digitalen Vorreiterland Schweden. Hier nutzen schon über die Hälfte der Bürger ein zentrales Online-Rentenkonto.

Dieses System möchte nun der Kanzleramtsminister Peter Altmaier zum Vorbild nehmen. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte er: „Durch die Einführung eines digitalen Bürgerportals soll künftig sichergestellt werden, dass alle Verwaltungsdienstleistungen deutschlandweit elektronisch verfügbar sind. Gleichzeitig muss ein solches Portal den Bürgern den Zugang zu einer unabhängigen Plattform bieten, die alle Ansprüche aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und privater Vorsorge sicher, einfach und übersichtlich zusammenfasst.“

Viele wissen nicht, mit welchem Renteneinkommen sie rechnen können

Mit dem digitalen Bürgerportal soll unter anderem das Problem gelöst werden, dass viele gar nicht wissen, mit welchem Renteneinkommen sie im Alter rechnen können. Doch vor der Einführung muss Altmaier selbst noch ein zentrales Problem lösen: Da nicht nur die Rentenversicherung, sondern auch alle anderen Rentenanbieter ihre Daten zur Verfügung stellen müssen, ist die Einführung einer Online-Auskunft in der praktischen Umsetzung kompliziert. 

Dass sich eine Online-Auskunft jedoch lohnen würde, zeigt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, das unter anderem von der Deutschen Bank gefördert wird. Im Rahmen dieser Umfrage gab jeder zweite Befragte an, ein solches Konto sofort nutzen zu würden. In anderen Ländern ist ein Online-Auskunftssystem längst Standard.

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