Vor SPD-Votum: AfD jetzt in 7 Bundesländern vorn

Die SPD hat Briefwahlunterlagen an ihre rund 460.000 Mitglieder verschickt. Die sollen nun bis zum 2. März über ein erneutes Bündnis mit der Union abstimmen. Am vergangenen Wochenende waren Olaf Scholz und Andrea Nahles von Regionalkonferenz zu Regionalkonferenz getourt, um die Genossen auf das Bündnis einzuschwören. Das Ergebnis der Abstimmung soll am 4. März verkündet werden.

Bei einem Nein könnte es zu Neuwahlen kommen - und dabei zu einem weiteren Erstarken der "Alternative für Deutschland". Die könnte - nach Sitzen gerechnet - als Gewinner vom Platz gehen. Berechnungen von Wahlrechtsexperten zufolge läge die AfD derzeit in sieben von 16 deutschen Bundesländern vor der SPD. In Sachsen etwa, wo die AfD im September ohnehin stärkste Patei wurde, fiele die Mandatsverteilung 13:3 aus. 13 für die AfD, 3 für die SPD.

Wie in anderen europäischen Ländern könnten auch die deutschen Sozialdemokraten in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwinden, verlören den Kalkulationen zufolge womögilch 33 ihrer jetzt 153 Bundestagsmandate.